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Trading Tipps – die Finanzprodukte

Finanzprodukte gibt es sehr viele, doch CFDs sind sicher die, die am meisten verbreitet sind und jeder der den Einstieg in den Börsenhandel probiert startet meistens auch mit CFDs.

CFD – Contracts for Difference – Differenzkontrakte

  1. CFDs steht für „Contracts for Difference“ (zu deutsch Differenzkontrakte) – in der Regel außerbörslich gehandelt
  2. CFDs können für steigende oder fallende Kurse genutzt werden
  3. CFDs werden mit einem Hebel (Leverage) gehandelt, der große Gewinne und Verluste ermöglicht
  4. CFDs gibt es auf Aktien, Forex, Indizes, Rohstoffe, Zinsen und Anleihen
  5. CFDs haben kein Fälligkeitsdatum

Vor- und Nachteile von CFDs

Vorteile von CFDs

  1. Hohe Gewinne durch Hebelwirkung möglich.
  2. Es muss nur ein Bruchteil des gehandelten Wertes beim Broker hinterlegt werden (Margin).
  3. Es kann problemlos auf fallende und steigende Kurse gesetzt werden.
  4. CFDs unterliegen keinem Emittentenrisiko, sondern werden wie „normale“ Einlagen bei einer Bank betrachtet.
    Das heißt, dass im Ernstfall die Einlagensicherungsvorkehrung greift.

Nachteile von CFDs

  1. Hohes Verlustrisiko – theoretisch unbegrenzt aufgrund Nachschusspflicht.
  2. Finanzierungsgebühren beim Halten über Nacht
  3. Teilweise höhere Spreads als im Börsenhandel
  4. Geringere Regulierung und Überwachung als im Börsenhandel

Wie CFDs funktionieren? hier ein Beispiel

Wir wissen bereits, dass ein CFD ein Hebelprodukt ist. Mit anderen Worten wir traden einen wesentlich höheren Wert als wir selbst einsetzen.

Das funktioniert folgendermaßen:

Angenommen Sie eröffnen eine Position in Höhe von 100€ mit einem Hebel von 100, dann verhält es sich so, dass sie in einen Basiswert 100€x100=10.000€ investieren. Die fehlenden 9.900€ erhalten Sie von Ihrem CFD Broker als Kredit und müssen dafür natürlich auch Zinsen zahlen.

Gewinn- und Verlustchancen

Eröffnen wir eine Position (Long) auf steigende Kurse im Dax (dem deutschen Leitindex) in Höhe von 100€ mit einem Hebel von 100. Real investieren wir also 10.000€ auf steigenden Dax. Haben wir nun einen Dax Wert von 9.000 Punkte und der Dax steigt auf 9.090 Punkte, so ist der Dax also um 1% gestiegen.

Das bedeutet für uns, dass unsere Investition in Höhe von 10.000€ ebenfalls 1% zugelegt hat. 10.000€x1%= 100€

Wir haben also unser Investment von 100€ zuzüglich einem Kreditvolumen von 9.900€ verdoppelt. Wir sollten nun wissen, sollte der Kurs gegen uns laufen so verlieren wir natürlich auch genauso schnell unser eingesetztes Kapital.

Was bedeutet Nachschusspflicht?

Oft liest man etwas von Nachschusspflicht wenn man sich für einen CFD Broker interessiert. Es gibt inzwischen einige Broker die eine Nachschusspflicht absichern. Doch im Grunde bedeutet die Nachschusspflicht nichts anders als wenn Sie mehr verlieren als Ihr Konto als Deckung aufweist, dann müssen Sie diesen Verlust wieder ausgleichen, also Nachschiessen.

Um eine Nachschusspflicht zu verhindern, sollten Trader im Vorfeld zu verschiedenen Mitteln greifen:

  1. Funktionsweise verstehen und sich des Risikos bewusst sein
  2. Nur Kapital einsetzen, auf das im Ernstfall verzichtet werden kann
  3. Keine extrem großen Hebel nutzen
  4. Einsatz von Order-Zusätzen wie Stopp-Loss oder garantiertem Stopp-Loss
  5. CFD-Konto bei Broker ohne Nachschusspflicht eröffnen

Mit CFDs an steigenden und fallenden Kursen profitieren

Einen sehr großen Vorteil haben CFDs. Wir können hier an steigenden und auch an fallenden Kursen gleichermaßen und sehr einfach verdienen. Während man beim direkten Börsenhandel an fallenden Kursen nur mit Leerverkäufen, welche sehr kompliziert sind, verdienen kann. So ist es beim Handel mit CFDs sehr einfach. Wir brauchen nur einen Short Position eröffnen und verdienen nun an fallenden Kurse ganz genauso wie mit einer Long Position an steigenden Kursen. Ein Short Trade verhält sich ganz genau so wie in unserem Beisiel hier nur eben umgekehrt.

CFD Handel findet überwiegend außerbörslich statt

Anders als bei Aktien findet der CFD Handel überwiegend außerbörslich im sogenannten Over-the-counter-Handel (OTC) statt – also außerhalb des organisierten bzw. geregelten Marktes. Beim außerbörslichen Handel werden Käufe und Verkäufe direkt mit dem CFD Broker/ Market Maker abgewickelt. Dieser stellt die An- und Verkaufskurse, legt die Konditionen fest und bietet Handelsmöglichkeiten. Bei der Wahl des passenden Brokers sollten CFD-Trader daher prüfen, welcher Market Maker den CFD-Handel abwickelt.

 

Die Trading Einsteiger Tipps

Kapitel Thema
1 Trading Tipps – die Serie
A Trading Tipps – die Brokerauswahl
B Trading Tipps – die Finanzprodukte
C Trading Tipps – die Strategie
D Trading Tipps – das Kapitalmanagement
E Trading Tipps – das Risikomanagement
F Trading Tipps – die Konzentration aufs wesentliche
G Trading Tipps – die innere Einstellung
H Trading Tipps – der Handel ist Arbeit
I Trading Tipps – sich weiterbilden
J Trading Tipps – die Erfolgskontrolle
K Trading Tipps – diese Fehler gilt es zu vermeiden
L Trading Tipps – beginnen Sie nicht gleich mit…

Jörg Kunkel

- Ich beschäftige mich seit vielen Jahren nun mit dem Thema Börse. Es gibt viele Kurstreiber. Manche sind kurzfristig und andere wieder langfristig. Um wirklich Erfolg an der Börse zu haben muss man sich damit auseinandersetzen, um langfristig mit Erfolg zu arbeiten.

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Kommentare

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