Skip to main content

Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel

Erst die Standartisierung des Rohstoffhandels ermöglichte es in das vorher bestehende Chaos des Rohstoffhandels Ordnung zu bringen. Erst jetzt musste man sich nicht mehr um die sofortige Lieferung, Abnahme und Lagerung der gehandelten Waren kümmern.

Die kleine Geschichte des Rohstoffhandels

Erst der Handel auf Termin hat ermöglicht die künstlichen Angebotsverknappungen um den Preis künstlich in die Höhe zu treiben überflüssig werden lassen. Damit konnten gleichzeitig das Auslösen von Hungersnöten auch verhindert werden, zumindest mal die künstlich ausgelösten. Hinzu kam als weiterer gewichtiger Vorteil gegenüber dem bisherigen Handel, dass die Terminbörse bereits kurz nach ihrer Gründung das Kontrahentenausfallrisiko weitestgehend auszuschalten.

Beginnend mit der einer Zulassung zum Börsenhandel vorgelagerten Kreditwürdigkeitsprüfung der Marktteilnehmer über die Einforderung und Verwaltung von Sicherheiten seitens der Marktteilnehmer bis hin zur Übernahme der Geschäftspartnerfunktion für Käufer und Verkäufer schaltete sich die CBOT in den Handelsprozess ein und sorgte so dafür, dass sich die Börsianer ganz auf den Handel konzentrieren konnten und sich keine Sorgen darüber machen mussten, ob ihr Geschäftspartner seine Verpflichtungen aus den Terminkontrakten erfüllen konnte oder nicht. Das CBOT garantierte mit Einführung dieses letzten Schrittes der Kontrahentenrisikoreduzierung im Jahr 1925 sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer die Erfüllung des Kontrakts. Durch den Wegfall des Risikos, dass entweder Käufer oder Verkäufer ihre Verpflichtungen gegenüber ihrem Geschäftspartner nicht mehr erfüllen konnten, entwickelte sich die Handelbarkeit der Rohstoffkontrakte entscheidend weiter und auch die Liquidität der Kontrakte erhöhte sich dadurch stark. Der Weg zu einem effizienten und sicheren Börsenhandel, wie wir ihn heute kennen, war endgültig frei.

Auch mehr als 160 Jahre nach ihrer Gründung ist das CBOT in Chicago für landwirtschaftliche Rohstoffe auch heute noch der Handelsplatz Nr. 1 auf der Welt. Vor allem Weizen, Mais und Sojaprodukte werden an ihm gehandelt.

Wichtige Rohstoffbörsen

Name Kürzel Gründungsjahr Gehandelte Rohstoffe Homepage
Chicago Board of Trade CBOT 1848 Weizen, Hafer, Reis, Mais, Sojabohnen, Sojamehl www.cbot.com
Chicago Mercantile Exchange CME 1898 Lebendrind, Mastrind, Schweinebäuche, Milch, Holz, Baumwolle, Kupfer, Aluminium www.cme.com
New York Board of Trade (ICE Futures U.S.) NYBOT (ICE) 1870 Kaffee, Kakao, Baumwolle, Orangensaft, Zucker www.nybot.com
New York Mercantile Exchange NYMEX 1872 Erdöl, Benzin, Gas, Kupfer, Aluminium, Gold, Kaffee, Baumwolle, Zucker www.nymex.com
London Metal Exchange LME 1877 Aluminium, Blei, Zink, Zinn, Nickel, Kupfer, Kobalt www.lme.com

 

Rohstoffbörsen in den Schwellenländern

Durch den immer größer werdenden Hunger der Schwellenländer nach Rohstoffen entstanden auch dort in den letzten Jahren Warenterminbörsen, die eine sehr dynamische Entwicklung nehmen und ein enormes Wachstum des Handelsvolumens aufweisen. Mit dieser weiteren Ausbreitung des Rohstoff-Terminhandels einher geht auch die Anzahl der gehandelten Produkte.

In Indien beispielsweise, wo erst 2002 eine elektronische Warenterminbörse ins Leben gerufen wurde, werden aktuell bereits mehr als einhundert Produkte gelistet und gehandelt. Bei uns als exotisch geltenden Agrarprodukte wie Kardamom oder Kurkuma stehen dort genauso selbstverständlich als Futures-Kontrakt auf der »Börsenspeisekarte« wie Gold oder Weizen. Mittlerweile gibt es bereits vier Börsenbetreiber mit insgesamt zweiundzwanzig Börsenplätzen in Indien, die sich den stark wachsenden Markt aufteilen. Das Handelsvolumen stieg in den letzen Jahren doppelt so stark an, wie im weltweiten Durchschnitt.

Rohstoffhandel mit Derivaten

Hebelprodukte: Die Gruppe der Hebelprodukte umfasst Hebel-Zertifikate, Plain-Vanilla-Optionsscheine, Knock-Out-Produkte und auch Turbo-Optionsscheine. Größter Marktplatz für den börslichen Handel dieser Anlageform ist die Börse Stuttgart mit der EUWAX, dem Handelssegment für Derivate.

Hebelprodukte bieten dem Anleger mit möglichst wenig Kapitalaufwand das Erreichen einer höheren oder ähnlichen Rendite, wie bei einem Kauf des Basiswerts. Der Anleger kann dabei sowohl auf steigenden als auch auf fallende Notierungen setzen.

Hebelprodukte können je nach Broker meist auch direkt mit dem Emittent des Produkts gehandelt werden. Dieser handel wird dann außerbörslicher Handel oder auch Direkthandel bzw. LiveTrading genannt.

Optionsscheine: Warrants, so der englische Begriff für Optionsscheine, sind Handelssinstrumente, die Ihnen als Anleger oder Trader ein Anrecht in einer bestimmten Zeitspanne auf einen Basiswert verschaffen. Optionsscheine berechtigen folglich den Handelnden zum Bezug oder Verkauf eines Basiswerts in einer bestimmten Zeitspanne. Diese Basiswerte können je nach Angebot der Emittenten Devisen, Aktien, Rohstoffe usw. sein. Das Bezugsverhältns und der Preis sind bei Abschluss/Kauf des Scheins festgelegt.

Rechnen Anleger mit steigenden Notierungen, so wählen sie als Instrumente einen Call-, rechnen sie mit fallenden Kurse, so nehmen sie einen Put-Optionsschein.

Rohstoffhandel mit CFD’s

Achten Sie genauestens auf die jeweiligen Tickgrößen und Margin-Anforderungen der CFDs auf die jeweiligen Basiswerte. Besonders bei jedem Trade auf den Preis des Basiswertes achten und den Stop-Loss genau festlegen!

Beachten Sie auch die Angaben Ihres CFD-Brokers zu Gebühren und Provisionen. Einige Anbieter verlangen keine Gebühren beim Handel, jedoch Kommissionen. Auch sind die Bedingungen für die Finanzierung von Broker zu Broker unterschiedlich. Verschaffen Sie sich vorher einen Überblick und vergleichen Sie die CFD-Broker.

Marginanforderungen beim Handel mit Rohstoffen via CFDs: Je nach Broker wird das Marginniveau für jeden einzelnen Rohstoff extra ausgewiesen. Meist beträgt die Margin zwischen 1-3%. Die Broker weisen dies explizit in Tabellen zur Margin-Rate aus.

 

Grundlagen des Börsenhandels

Kapitel Thema
2 Grundlagen – Welche Finanzprodukte gibt es?
A Trading – Grundlagen – die Indizes
B Trading – Grundlagen – Devisenhandel
C Trading – Grundlagen – Aktienhandel
D Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel
Hauptübersicht
Teil 2 – Lesezeichen
Trading Strategie Training – Teil 1 – Inhalte

Jörg Kunkel

- Ich beschäftige mich seit vielen Jahren nun mit dem Thema Börse. Es gibt viele Kurstreiber. Manche sind kurzfristig und andere wieder langfristig. Um wirklich Erfolg an der Börse zu haben muss man sich damit auseinandersetzen, um langfristig mit Erfolg zu arbeiten.

More Posts - Website

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle Plus


Kommentare

Trading Strategie – Training – Teil 1 | Trading – Tipps 2. Oktober 2016 um 18:03

[…] Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel […]

Antworten

Trading – Grundlagen – Devisenhandel | Trading – Tipps 2. Oktober 2016 um 18:07

[…] Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel […]

Antworten

Trading – Grundlagen – Aktienhandel | Trading – Tipps 2. Oktober 2016 um 18:08

[…] Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel […]

Antworten

Grundlagen – Was kann gehandelt werden? | Trading – Tipps 2. Oktober 2016 um 19:29

[…] Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel […]

Antworten

Trading – Grundlagen – die Indizes | Trading – Tipps 2. Oktober 2016 um 19:31

[…] Trading – Grundlagen – Rohstoffhandel […]

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *