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Geldanlagemöglichkeiten in Zeiten von Inflation

Geldanlagemöglichkeiten: Das Verbraucher/-innen an eine schwankende Inflation gewohnt sind, lässt sich nicht von der Hand weisen. Sie gehört zum Leben eines Menschen dazu und auch für die Zentralbanken sind die regelmäßigen Schwankungen keine Neuheit. Doch aktuelle Zahlen zeigen eben auch, dass die Inflationsrate derart steigend ist, dass sie das Vermögen der Menschen geradezu verschlingt. Eine bedrohliche Entwicklung zeichnet sich in den Bevölkerungsschichten ab, sodass man als Konsument und Konsumentin gezwungen ist, schnell zu handeln, um die Inflation irgendwie noch abfedern zu können.

Warum ist Inflation so gefährlich?

Geldanlagemöglichkeiten bei InflationEine Inflation ist von vielen Faktoren abhängig, sodass nicht jedes Beispiel auch für die aktuellen Preisschwankungen verantwortlich sein muss. So kann die Erhöhung von Mindestlöhnen und dem damit verbundenen Überschuss an Löhne dazu beitragen, dass die Kaufkraft gestärkt wird und so sich die Preise erhöhen. Auch erhöhen sich im gleichen Atemzug die Produktionskosten, was Einfluss auf den Endpreis für Verbraucher/-innen hat.

Andererseits kann es auch ein Mangel an Ressourcen sein, der zu ungeahnten Preissteigerungen führt. Seien es Lebensmittel aufgrund einer schlechten Ernte, einer angespannten politischen Lage oder aufgrund von wirtschaftlichen Interessen (Streiks, Handelsembargo, Uneinigkeit bei den Kosten für In- und Export) oder auch Holz. Ressourcen sind eben nicht unendlich, sodass hier eine hohe Preissteigerung durch ganz unterschiedliche Faktoren begünstigt werden kann, was letzten Endes der Verbraucher schnell zu spüren bekommt. Häufiger schneller, als die zunehmende Geldmenge und den damit verbunden gestiegenen Konsum. Womit wir auch schon beim nächsten Faktor für eine Inflation sind.

Die steigende Geldmenge ermöglicht ein verändertes Konsumverhalten, was sich wiederum auch auf die Preise von Konsumgütern deutlich zu erkennen gibt. Mit der Nachfrage steigen eben auch die Preise. Gleichzeitig kann eine erhöhte Geldmenge auch den Wert des Geldes als solches mindern und deswegen sparen Menschen weniger, verzichten auf die ohnehin geringen Zinsen, was wiederum Banken dazu zwingt, um ihre Verluste gering zu halten, die Zinsen nochmals zu drücken. Ein Kreislauf beginnt, der sich schnell im Geldbeutel und auf den Ersparnissen zu erkennen geben wird.

Doch was ist nun an einer Inflation so gefährlich? Je nach Inflation fällt es den Menschen sichtlich schwerer, ihren Lebensstandard halten zu können und manche leiden gar unter Existenzängsten. Insbesondere dann, wenn die Lebensmittel betroffen sind und das Einkommen schwach ist. Die Spirale zwischen arm und reich geht auch hier weiter mit jeder Inflation auseinander. Während jedoch auch die Vermögenden durchaus viel Geld verlieren, weil die Zinsen auf ihre Sparanlagen sinken, sie auf ihre Immobilien aufgrund von exorbitanten Preisen sitzen bleiben oder gar eine Vermietung kaum denkbar ist, weil die Preise nicht bezahlbar sind.

Die Gefahren der Inflation sind daher sehr vielseitig und müssen aus der unterschiedlichen Sichtweise der Betroffenen gesehen werden. Inflationen betreffen alle gleichermaßen, nur die Auswirkungen sind unterschiedlicher denn je.

Wie kann man sein Geld anlegen im inflationären Umfeld?

So dramatisch die Lage innerhalb einer Inflation häufig die Menschen betrifft, so wenig dürfen diese sich davon direkt in Panik verfallen lassen. Denn auch in einem inflationären Umfeld ist es möglich, das Geld anzulegen und die Inflationen ein wenig abzufedern. Wie das geht, möchten wir natürlich vorstellen.

Immobilien

Geldanlagemöglichkeiten ImmobilienImmobilien nennt man bis heute nicht ohne Grund das „Betongold“ und auch in Zeiten von Inflationen verändert sich diese Haltung nicht. Denn wohnen und leben müssen wir alle, sodass auch in schwierigen Zeiten der Kauf einer Immobilie immer eine Inflation auf Dauer abfedern kann. Immerhin lassen sich so Mieteinnahmen generieren und auch gewisse Inflationen wieder auf die Mieter abwälzen. Auch die Eigentumswohnung als Kapitalanlage für Eigennutzer ist mehr als sinnvoll.

Während einer hohen Inflation verkaufen beispielsweise viele Eigentümer ihre Wohnungen und Häuser zu Preisen, weil sie ihre Ausgaben finanzieren müssen. Hier könnte in der Tat auch manches Schnäppchen trotzdem möglich sein. Während es auch den Eigentümern möglich ist, in hohen Inflationszeiten gutes Geld zu erwirtschaften. Was den einen Not ist, ist oft des anderen Gewinns!

Aktien

Neben Immobilien gehören eben auch Aktien zu den Sachwerten, die in der Lage sind, Inflationen aufzufangen. Im Regelfall steigen die Kurse je nach Aktie, sodass sie als Federung der Inflation ideal geeignet sind und wenig Vorkenntnisse im Umgang bedürfen. In der Tat wäre es auch denkbar, dass Aktienanleger von Inflationen profitieren, wenn die Unternehmen die Preissteigerungen weitergeben können, sodass sogar Gewinne innerhalb einer Inflation erzielt werden können. Lediglich die Kaufkraft darf daher nicht sinken, denn sonst ist der Gewinn nicht möglich.

Es empfiehlt sich jedoch immer auf ETFs zurückzugreifen, deren Aktien Portfolio breit gefächert ist, sodass auch mal bei Kursschwankungen wie Verlusten noch ein Abfedern möglich ist. Denn hierfür wird in verschiedenen Aktien angelegt, was natürlich auch etwaige Kursschwankungen verringert.

Rohstoffe

Die Anlage in Rohstoffe ist wirklich nicht so einfach, sodass ein wenig Erfahrung hier erforderlich sein wird. Empfehlenswert wäre der GSCI-Index, wo gleich über vierundzwanzig Rohstoffe gehandelt werden und das termingerecht. Selbst in stark schwankenden Inflationsperioden hat es hier gute Renditen gegeben. Mais, Erdöl, Schwein, Blei oder Zucker sind u.a Rohstoffe, die hier gehandelt werden. Es geht aber auch ganz einfach über den ETF, wo wiederum kaum Erfahrung notwendig ist, ähnlich wie bei den Aktien.

Rohstoffe sind jedoch auch sehr gefährlich für Anleger, da sie sehr auf die Nachfrage abhängig sind. Es dient hier also eher die Abfederung der Inflation im Betracht zu ziehen als einen gewinnbringenden Vermögensaufbau, der hier schwierig zu halten ist.

Kryptowährungen

Geldanlagemöglichkeiten KryptowährungenKryptowährungen wie Bitcoins haben es gezeigt, von einer kleinen digitalen Währung, an die niemand geglaubt hat bis zu einem Bezahlsystem in vielen Shops & Co. Allerdings muss man fairerweise auch sagen, dass die Preisschwankungen eklatant sind und dabei geht es nicht nur um Bitcoins, sondern auch Ripple, Ethereium, Litceoin oder Dogecoins. Sie sind abhängig von der Nachfrage, sodass es hier eher lohnenswert ist, in weniger bekannte Kryptowährungen zu investieren. Einfach auch in der Hoffnung, dass ein Anstieg des Preises ähnlich wie bei den Bitcoins zu erwarten ist. In Bitcoins selbst zu investieren, ist bei den Kaufpreisen wirklich keine allzu gute Idee, da eine hohe Wertsteigerung nicht mehr zu erwarten ist, aber ein Abfedern der Inflation dürfte dennoch möglich sein.

Was sollte man meiden?

Auch in Zeiten einer Inflation gibt es noch immer Anlagen, die man sich als Konsument und Verbraucher in jedem Fall sparen kann. Diese kosten eher Geld, als das sie eine Inflation in irgendeiner weise abfedern. Wir klären auf, welche Dinge zu meiden sind!

Sparbuch

Sparbücher waren vielleicht noch in den 70er und 80er Jahren, vielleicht auch in den 90er Jahren beliebt, aber sie bringen nichts mehr ein! Die Zinsen sind gar nicht mehr gegeben und teils werden Sparbücher von Banken deswegen auch schon gekündigt. Hier würde es bei aktuellen 0,01 % kaum mehr Sinn machen, noch anzulegen. Denn keine Inflation ist so im Ansatz zu deckeln.

Lebensversicherungen

Auch auf Lebensversicherungen gibt es Zinsen, die jedoch aus den 80er Jahren mit über 3,5 % längst weit abgeschlagen bei in etwa 0,25 % liegen. Abfedern lässt sich eine Inflation so nicht, zumal die Auflösung im Regelfall mit Gebühren verbunden ist, wenn es sich um eine vorzeitige Ablösung handelt. Und später, im Alter, bei Eintritt der Versicherung, bringt es auch niemanden mehr etwas, denn die Inflation kann einfach bei dem Niedrigzins nicht gedeckelt werden.

Festgelder

Festgelder sind nicht mehr zugänglich. Das bedeutet, wer heute Geld auf dem Festgeld anlegt, der kommt in den nächsten Monaten weder an die Zinsen noch an die Einzahlung. Da helfen die 0,3 % bis 1 % Zinsen niemanden. Zumal diese Anlage sich nur bei hohen Summen lohnen würde, um ein wenig an Ersparnisse zu generieren und das Geld gleichzeitig vor dem Zugriff zu schützen. Doch eine Inflation kann man damit wahrlich nicht entgegenstehen. Somit gehört diese auch nicht in Zeiten einer Inflation genutzt.

Fazit Geldanlagemöglichkeiten:

Die Inflation macht vielen Menschen wirklich Angst. Die Existenz einiger ist bedroht und Hilfe vom Staat, der der größte Schuldner ist, gibt es natürlich nicht. Hier muss man der Inflation also selbst entgegentreten und hierfür gibt es durchaus auch in einem inflationären Umfeld Möglichkeiten, diese abzufedern. Welche da sind, haben wir hier erklärt und wir hoffen, dass zukünftige Inflationen die eigene Existenz nicht mehr bedrohen.


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