{"id":586,"date":"2015-12-11T00:42:57","date_gmt":"2015-12-10T23:42:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/?p=586"},"modified":"2015-12-23T19:48:30","modified_gmt":"2015-12-23T18:48:30","slug":"evonik-industries-ag-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/unterseite\/evonik-industries-ag-3\/","title":{"rendered":"Evonik Industries AG &#8211; 3"},"content":{"rendered":"<h3>Historische Daten zur Evonik Industries AG &#8211; 1960 bis 2000<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\" width=\"15\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\" width=\"385\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1961<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa fasste ihre Chemieforschung in der Zweigniederlassung Hanau-Wolfgang zusammen. Sp\u00e4ter kamen auch die Anwendungstechnik Chemie und die Metallforschung in den heutigen Industriepark Wolfgang, der zum bedeutendsten Forschungszentrum des Konzerns wurde. Insgesamt gibt es die Evonik Industries AG heute mehr als 40 Forschungseinrichtungen weltweit.<\/p>\n<p>Unter dem Markennamen Tegostab\u00ae begann bei der Th. Goldschmidt AG in Essen die Produktion von Stabilisatoren f\u00fcr Polyurethansch\u00e4ume (PU-Sch\u00e4ume), die als Additive die Qualit\u00e4t herk\u00f6mmlicher PU-Sch\u00e4ume erheblich verbesserten. Die PU-Sch\u00e4ume werden beispielsweise bei der Polsterung von Sitzm\u00f6beln in Wohnungen oder Autos und in Isolierungen von K\u00fchlschr\u00e4nken oder Fenstern verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1962<\/strong><\/td>\n<td>Mit der Gr\u00fcndung neuer Vertriebsgesellschaften in Italien, Frankreich und den USA baute die Degussa ihre internationale Marktstellung weiter aus.<\/p>\n<p>Im Werk Rheinfelden lief die gro\u00dftechnische Herstellung von Wasserstoffperoxid nach einem eigenen Verfahren an. Wasserstoffperoxid wird u.a. f\u00fcr Bleichprozesse f\u00fcr Papier und Textilien sowie zur Entgiftung von Abgasen und Abw\u00e4ssern eingesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1964<\/strong><\/td>\n<td>Im Werk Wesseling der Degussa lief eine Anlage zur Herstellung von Methylmethacrylat (MMA) an. Dieses wird bis heute zu Polymethylmethacrylat (PMMA) weiter verarbeitet und in Form von Acrylglasplatten oder als Formmassen f\u00fcr Extrusion und Spritzguss auf den Markt gebracht. Sie finden Verwendung im Automobilbereich (u.a. L\u00f6sungsmittelarme Lacke und Farben, Heckleuchten, Karosseriebauteile), in der Lichtwerbung, aber auch in chemischen D\u00fcbeln oder Betonverfl\u00fcssigern. Weitere Wachstumsm\u00e4rkte von PMMA sind Flachbildschirme und L\u00e4rmschutzw\u00e4nde, zunehmend wird das Produkt auch in Solaranwendungen und Leichtbauteilen eingesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1965<\/strong><\/td>\n<td>Mit dem Bau eines Betriebes zur Herstellung organomodifizierter Siloxane (OS-Betrieb) auf dem neuerworbenen Ostgel\u00e4nde des Essener Werkes beschritt die Th. Goldschmidt AG endg\u00fcltig den Weg zum Anbieter von auf Silicon basierenden, organischen Spezialprodukten. Der OS-Betrieb wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach ausgebaut und modernisiert.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1966<\/strong><\/td>\n<td>Gemeinsam mit der Mitsubishi Metal Corporation gr\u00fcndete die Degussa in Japan die Nippon Aerosil Co. Ltd., Tokio, zur Produktion und Vertrieb von AEROSIL\u00ae, einem der erfolgreichsten Produkte der Degussa. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde am Standort Yokkaichi der erste AEROSIL\u00ae-Brenner gestartet. Nach einer Rekordzeit von nur acht Monaten kam 1992 eine weitere Anlage zur Herstellung von AEROSIL\u00ae R 972 hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1967<\/strong><\/td>\n<td>In Weiterstadt bei Darmstadt begann die R\u00f6hm &amp; Haas GmbH mit dem Bau eines neuen Betriebes zur Fertigung von PLEXIGLAS\u00ae in Form flacher Platten.<\/p>\n<p>Die Th. Goldschmidt AG folgte dem Trend zur Internationalisierung der Chemischen Industrie und gr\u00fcndete Tochtergesellschaften in Belgien, Frankreich und Spanien. Schon im Vorjahr war eine erste Vertriebsgesellschaft in Italien etabliert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1968<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa legte mit der Gr\u00fcndung der Degussa Antwerpen N.V. in Belgien den Grundstein f\u00fcr einen neuen gro\u00dfen Produktionsstandort des Unternehmens. Das Werk Antwerpen wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut und z\u00e4hlt heute zu den bedeutendsten Produktionsst\u00e4tten des Konzerns.<\/p>\n<p>In Lateinamerika erweiterte die Degussa ihre Marktposition mit der Gr\u00fcndung neuer Vertriebsgesellschaften in Mexiko und Argentinien.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1969<\/strong><\/td>\n<td>Im neuen Werk Weiterstadt der R\u00f6hm &amp; Haas GmbH wurde die erste Fabrikationshalle mit 18 Extrusionsmaschinen zur Herstellung Platten aus PLEXIGLAS\u00ae in Betrieb genommen. Die Evonik R\u00f6hm GmbH produziert dort bis heute Platten in extrudierter und gegossener Form. Zudem stehen in Weiterstadt Anlagen zur Herstellung von Pharma-Spezialit\u00e4ten wie beispielsweise EUDRAGIT\u00ae.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1970<\/strong><\/td>\n<td>Nach nur 18 Monaten Bauzeit liefen im April im neuen Werk Antwerpen der Degussa die ersten Fabrikationsanlagen an. Seither wuchs der Standort kontinuierlich. Heute betreibt Evonik Industries dort elf Produktionsanlagen, darunter die weltgr\u00f6\u00dfte Anlage f\u00fcr die essentielle Aminos\u00e4ure Methionin\u00ae.<\/p>\n<p>Mit der Th. Goldschmidt Products Corp., White Plains, New York, nahm die erste Vertriebsgesellschaft der Th. Goldschmidt AG in \u00dcbersee nach 1945 ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit auf. 1980 folgte in Hopewell\/Virginia der Aufbau einer eigenen Produktion in den USA.<\/p>\n<p>Die BASF AG, Ludwigshafen, erwarb den Anteil der amerikanischen Gesellschafter der R\u00f6hm &amp; Haas GmbH, Darmstadt. Dieser Anteil hatte vormals dem Mitbegr\u00fcnder Otto Haas und dessen Familie geh\u00f6rt. Der 1960 verstorbene Haas hatte bereits 1909 in Philadelphia\/USA eine Filiale des Darmst\u00e4dter Unternehmens er\u00f6ffnet, die ab 1917 als Rohm &amp; Haas Company selbst\u00e4ndig t\u00e4tig war.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1971<\/strong><\/td>\n<td>Die Th. Goldschmidt AG baute auf dem Ostgel\u00e4nde ihres Essener Werkes einen neuen Betrieb f\u00fcr Silicon-Emulsionen (SiEm-Betrieb). Au\u00dferdem wurden die Herstellungsanlagen f\u00fcr organomodifizierte Siloxane vergr\u00f6\u00dfert. Auch nach 40 Jahren ist der SiEm-Betrieb ein wichtiger Bestandteil des heutigen Werks Essen\/Goldschmidtstra\u00dfe von Evonik Industries.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1973<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa begann am Golf von Mexiko in Mobile\/Alabama in den USA mit dem Bau eines neuen gro\u00dfen Chemiewerkes. Dazu gr\u00fcndete der Konzern seine US-amerikanische Tochtergesellschaft, die Degussa Alabama Inc.<\/p>\n<p>Im Werk Essen der Th. Goldschmidt AG ging der erste von heute vier Polyether-Betrieben in Betrieb. In Verbindung mit einer weiteren Ausbaustufe des OS-Betriebs (f\u00fcr organomodifizierte Siloxane), der bereits 1977 die n\u00e4chste folgte, baute Goldschmidt die Anlagen der Silicon-Chemie im heutigen Werk Essen\/Goldschmidtstra\u00dfe von Evonik Industries weiter aus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1974<\/strong><\/td>\n<td>Mit der Gr\u00fcndung der Degussa China Ltd., Hongkong, f\u00fcr die M\u00e4rkte Hongkong, China und Macau baute die Degussa ihre Aktivit\u00e4ten in Fernost weiter aus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1976<\/strong><\/td>\n<td>Die Chemische Werke H\u00fcls AG nahm in Marl die Produktion von MTBE (Methyl-terti\u00e4rer-butylether) auf, der ein Basisprodukt zur Herstellung von bleifreiem Benzin ist. Heute wird das Produkt unter dem Namen DRIVERON\u00ae von der OXENO Olefinchemie GmbH produziert und vertrieben, unter Beteiligung der Evonik Industries AG.<\/p>\n<p>Nachdem die ehemalige Zweigniederlassung der R\u00f6hm GmbH in den USA nach dem Ersten Weltkrieg verloren gegangen war, gelang es dem Unternehmen \u00fcber ein Joint Venture mit der American Cynamide Company in den Vereinigten Staaten wieder Fu\u00df zu fassen. Die so entstandene CYRO Industries produziert heute Monomere, Polymere, Formmassen und Halbzeuge.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1978<\/strong><\/td>\n<td>Als Folge der wachsenden Nachfrage nach Stabilisatoren f\u00fcr PU-Sch\u00e4ume in S\u00fcdamerika nahm die Th. Goldschmidt AG in Guarulhos bei Sao Paulo, Brasilien, eine eigene Produktion auf. In den 1970er Jahren wurde Guarulhos auch ein Standort f\u00fcr Chemie- und Metallproduktionen der Degussa. Diese Standorte legten die Grundlage der heute noch \u00fcberwiegend im Gro\u00dfraum Sao Paulo befindlichen brasilianischen Aktivit\u00e4ten von Evonik Industries.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1979<\/strong><\/td>\n<td>Die D\u00fcsseldorfer VEBA AG steigerte ihren Anteil an der Chemische Werke H\u00fcls AG auf 87,4 Prozent. Die H\u00fcls AG wurde in der Folge als Chemie-Sektor in die VEBA integriert. 1985 \u00fcbernahm VEBA auch die \u00fcbrigen Aktien der H\u00fcls, die freie Aktion\u00e4re gehalten hatten.<\/p>\n<p>In der Frankfurter Innenstadt, am Stammsitz der Degussa, wurde die alte Scheideanstalt, im Volksmund noch \u201edie M\u00fcnz\u201c genannt, abgerissen. An gleicher Stelle entstand in den Folgejahren ein neuer Verwaltungsbau. Mit dem Abriss der alten Scheideanstalt endete die Zeit der Industrieproduktion der vormaligen Degussa an ihrem Ursprung und alten Stammsitz in Frankfurt. 2010 wurde der Standort in der Frankfurter Innenstadt aufgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1980<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa, die seit ihrer Gr\u00fcndung im Jahr 1873 berechtigt war Bankgesch\u00e4fte zu betreiben, gliederte ihre bankgesch\u00e4ftlichen Aktivit\u00e4ten aus und \u00fcbertrug sie auf die neu gegr\u00fcndete Degussa Bank GmbH, Frankfurt am Main. Aufgabe der Tochtergesellschaft war es, das Bankgesch\u00e4ft mit den Schwerpunkten Einlagen-, Kredit-, Auslands- und Wertpapiergesch\u00e4ft fortzuf\u00fchren und weiterzuentwickeln. Die Degussa Bank GmbH wurde im Jahr 2002 verkauft.<\/p>\n<p>Mit der Gr\u00fcndung der Goldschmidt Chemical Corp. in Hopewell\/Virginia und dem Baubeginn einer Produktionsanlage kehrte die Th. Goldschmidt AG nach fast 65 Jahren als produzierendes Unternehmen in die USA zur\u00fcck. Der Standort Hopewell nahm 1981 zun\u00e4chst die Produktion von Betainen auf und wurde sp\u00e4ter weiter ausgebaut. Unter anderem kam im ai 1991 die Produktion von PU-Additiven hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1982<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa baute ihre internationale Position auf dem F\u00fcllstoffsektor aus und gr\u00fcndete dazu gemeinsam mit der PQ Corporation in Valley Forge, Pennsylvania\/USA, die North America Silica Company zur Produktion und zum Vertrieb von gef\u00e4llten Kiesels\u00e4uren.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1984<\/strong><\/td>\n<td>Nach Abschluss mehrerer Bauphasen bezog die Degussa an ihrem traditionsreichen Standort in der Frankfurter Innenstadt ein neues Verwaltungsgeb\u00e4ude, das an der Stelle der ehemaligen Fabrikation errichtet worden war. Rund 1.850 Angestellte arbeiteten in dieser Degussa-Hauptverwaltung. 2010 wurde der Stadtort aufgegeben, die Mitarbeiter zogen in ein neu errichtetes Verwaltungsgeb\u00e4ude der Industriepark Wolfgang GmbH in Hanau.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1985<\/strong><\/td>\n<td>Nachdem die VEBA AG, die seit 1979 Mehrheitseigner der Chemische Werke H\u00fcls AG war, auch die restlichen freien Aktien erworben hatte, \u00e4nderte das Unternehmen seinen Namen in H\u00fcls AG. Unternehmenssitz blieb Marl.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1986<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa stiftete eine Gastprofessur f\u00fcr Chemie und Medizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt am Main. Die Stiftungsprofessur wurde anl\u00e4sslich des f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrigen Bestehens des Forschungszentrums der Degussa in Hanau-Wolfgang eingerichtet. Sie besteht bis heute als Degussa Stiftungsprofessur f\u00fcr Organische Synthetik.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1988<\/strong><\/td>\n<td>Die H\u00fcls AG erwarb die Chemie- und Kunststoffsparte der Dynamit Nobel AG, Troisdorf. Damit kamen mehrere Betriebe in den Besitz des Marler Konzerns. Im Einzelnen handelte es sich um das 1905 als M\u00e4rkische Seifenindustrie GmbH gegr\u00fcndete Werk Witten, ein Hersteller von Produkten der Fettchemie, von Polyesterharzen und Bindemitteln f\u00fcr die Lackindustrie, sowie das 1977 gegr\u00fcndete Werk Steyerberg mit seiner DMT-Produktion. DMT (Dimethylterephthalat) wird auch in einer Anlage des ebenfalls neu hinzugekommenen Werkes L\u00fclsdorf produziert, das 1912 gegr\u00fcndet worden war. Zu den Neuwerbungen geh\u00f6rte au\u00dferdem das 1898 als Elektrochemische Werke GmbH gegr\u00fcndete Werk Rheinfelden (heute Werksteil S\u00fcd), das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Werk Rheinfelden der Degussa AG (heute Werksteil Nord) lag und 1999 im Rahmen der Fusion mit ihm zusammengelegt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1989<\/strong><\/td>\n<td>Die R\u00f6hm GmbH in Darmstadt wurde durch Anteilszukauf zu einer 100prozentigen Tochtergesellschaft der H\u00fcls AG. Nach der Fusion von Degussa AG und H\u00fcls AG zur Degussa-H\u00fcls AG im Jahr 1999 wurde die Degussa-Tochtergesellschaft Agomer GmbH mit der R\u00f6hm GmbH verschmolzen. Die Aktivit\u00e4ten dieser beiden Gesellschaften werden im wesentlichen im Gesch\u00e4ftsbereich Performance Polymers der Evonik Industries AG fortgef\u00fchrt und \u2013entwickelt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1990<\/strong><\/td>\n<td>In Essen schloss die Th. Goldschmidt AG ein gro\u00dfes Kapitel ihrer Unternehmensgeschichte: Die Wei\u00dfblechentzinnung wurde nach rund 100 Jahren Verfahrensgeschichte eingestellt. Die Entzinnung hatte zunehmend unter erheblichem wirtschaftlichen Druck gestanden. Vor allem der stark gesunkene Erl\u00f6s f\u00fcr Zinn und auch f\u00fcr den entzinnten Schrott machte ein weiteres rentables Arbeiten unm\u00f6glich.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1992<\/strong><\/td>\n<td>Zusammen mit der Biotika AG, einem renommierten slowakischen Pharmazie- und Biotechnologie-Unternehmen, gr\u00fcndete die Degussa AG die Fermas s.r.o. zur gro\u00dftechnischen Produktion von Futtermittelzus\u00e4tzen in Slovensk\u00e1 Lupca. Im Oktober 1998 erwarb die Degussa die restlichen 49 Prozent der von der Biotika AG gehaltenen Fermas-Anteile und wurde damit alleinige Eigent\u00fcmerin der Gesellschaft. Heute werden in Slovensk\u00e1 L\u2019upca vor allem die essentiellen Aminos\u00e4uren L-Threonin und L-Tryptophan f\u00fcr die moderne Tierern\u00e4hrung hergestellt.<\/p>\n<p>Im Werk Rheinfelden der damaligen H\u00fcls AG wurden die Chloralkali-Elektrolyse und ihre Folgebetriebe stillgelegt. Gleichzeitig errichtete man neue Organosilan-Anlagen. Das Werk konzentrierte sich damit st\u00e4rker auf die Siliziumchemie. Heute stellt Evonik Industries in Rheinfelden Silane f\u00fcr unterschiedlichste Anwendungen in hochreiner Qualit\u00e4t her.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1993<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa AG und die Ciba-Geigy AG in Basel gr\u00fcndeten die Cerdec AG, in die der traditionsreiche Gesch\u00e4ftsbereich Keramische Farben und Spezialprodukte der Degussa einging. Die Degussa hielt zun\u00e4chst 70 Prozent des Aktienkapitals. 1999 erwarb sie auch die restlichen 30 Prozent und wurde damit alleinige Eigent\u00fcmerin der Cerdec AG, die sie Anfang 2000 in ihre neue Gesellschaft dmc2 einbrachte. Im Zuge des Verkaufs der dmc2 an die US-amerikanische OM-Group im August 2001 wurde der ehemalige Cerdec-Anteil der dmc2 an die Ferro Corporation, Cleveland, Ohio\/USA, ver\u00e4u\u00dfert.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1994<\/strong><\/td>\n<td>Nachdem die Th. Goldschmidt Ltd. 1993 ihren britischen Standort von London nach Milton Keynes verlegt hatte, nahm das Unternehmen erstmals seit dem Ersten Weltkrieg in Gro\u00dfbritannien wieder eine eigene Produktion auf. Hergestellt wurden seitdem haupts\u00e4chlich Tenside (Betaine) und Desinfektionsmittel.<\/p>\n<p>Die Degussa startete mit der Quingdao Degussa Chemical Company Ltd. in Jiaozhou das erste deutsch-chinesische Joint Venture auf dem Gebiet der Gummi- und Reifenru\u00dfe. Beteiligt an der gr\u00f6\u00dften Ru\u00dffabrik in China war die Degussa AG mit 40 Prozent. 1997 erwarb das Unternehmen weitere 12 Prozent der Anteile und damit die Mehrheit an dem Joint Venture.<\/p>\n<p>Die H\u00fcls AG gab ihr Bunagesch\u00e4ft, das 1938 zur Gr\u00fcndung des Unternehmens gef\u00fchrt hatte, an die Bayer AG, Leverkusen, ab. Die Bayer AG, die traditionell eine gro\u00dfe Erfahrung im Bereich der Kautschuksynthese hat, war seit 1955 Teilhaber an der Bunawerke H\u00fcls GmbH.<\/p>\n<p>In Bekasi bei Jakarta in Indonesien baute die Th. Goldschmidt AG f\u00fcr den ostasiatischen Markt eine neue Produktionsst\u00e4tte f\u00fcr Tenside auf. Die Unternehmung begann zun\u00e4chst als Lohnproduktion und f\u00fchrte 1997 zur Gr\u00fcndung des Joint Ventures PT. Goldschmidt Sumi Asih.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1995<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa Corporation, USA, transportierte als weltweit erstes Unternehmen Wasserstoffperoxid per Schiff anstelle des herk\u00f6mmlichen Transportmittels Zug. Von der nahe bei Mobile gelegenen Verladestelle in Theodore, Alabama, aus fahren die Transportschiffe seitdem auf dem Mississippi bis in die Mittelwest-Region, um den Bleichmittelbedarf der dort ans\u00e4ssigen Papierindustrie zu decken.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1996<\/strong><\/td>\n<td>Die Stockhausen GmbH in Krefeld, an der die damalige H\u00fcls AG seit 1991 eine Mehrheitsbeteiligung gehalten hatte, erwarb von der Nalco Chemical Company deren Superabsorberanlage in Garyville, Louisiana\/USA, und avancierte damit zum weltweit gr\u00f6\u00dften Hersteller von Superabsorbern. Superabsorber werden von der Stockhausen GmbH seit 1986 produziert und zeichnen sich besonders durch ihre F\u00e4higkeit aus, gro\u00dfe Feuchtigkeitsmengen speichern zu k\u00f6nnen. Im gleichen Jahr erwarb die H\u00fcls AG, Marl, die \u00fcbrigen Anteile des Krefelder Unternehmens und gliederte es als Tochtergesellschaft in den Konzern ein.<\/p>\n<p>Die R\u00f6hm GmbH gliederte ihr traditionsreiches Lederhilfsmittelgesch\u00e4ft, eine der Wurzeln des Unternehmens, in die TFL (\u201eTogether for Leather\u201c) Ledertechnik GmbH &amp; Co. KG in Darmstadt aus. TFL war ein Joint Venture zwischen der Ciba AG, der R\u00f6hm GmbH sowie der H\u00fcls-Tochtergesellschaft Stockhausen GmbH &amp; Co. KG, Krefeld. Im Rahmen der Konzentration auf die Spezialchemie verkaufte die Degussa AG die TFL im Jahr 2001 an Schroder Ventures International Investment.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1997<\/strong><\/td>\n<td>Die Agomer GmbH in Hanau-Wolfgang, eine neu gegr\u00fcndete Tochtergesellschaft, in der die Degussa ihre Aktivit\u00e4ten auf dem Arbeitsgebiet Methacrylatchemie b\u00fcndelte, nahm ihre Arbeit auf. Im Zuge der Fusion von Degussa AG und H\u00fcls AG wurde die Agomer GmbH 1999 mit der H\u00fcls-Tochtergesellschaft R\u00f6hm GmbH zu einer Gesellschaft gleichen Namens verschmolzen. Deren Aktivit\u00e4ten werden im Wesentlichen im Gesch\u00e4ftsbereich Performance Polymers der Evonik Industries AG fortgef\u00fchrt und \u2013entwickelt.<\/p>\n<p>Die VIAG AG, M\u00fcnchen, l\u00f6ste die Familie Goldschmidt als Hauptanteilseigner der Th. Goldschmidt AG im 150. Jahr des Firmenbestehens ab. Goldschmidt wurde bis 1999 in die VIAG-Chemietochter SKW Trostberg AG integriert, blieb aber als selbst\u00e4ndige Unternehmenseinheit bestehen.<\/p>\n<p>Die Gussglasproduktion der R\u00f6hm GmbH wurde in Darmstadt stillgelegt und im Zweigwerk Weiterstadt konzentriert. Am Standort Darmstadt der Evonik R\u00f6hm GmbH werden heute u. a. Monomere und Lackrohstoffe, \u00d6ladditive der VISCOPLEX\u00ae Reihe und der Hartschaum ROHACELL\u00ae hergestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1998<\/strong><\/td>\n<td>Die Th. Goldschmidt AG setzte mit dem Verkauf des Unternehmensbereichs Thermit an die Familie Goldschmidt ihre Konzentration auf die Spezialchemie fort. Zum Jahresende wurde dieser traditionsreiche Sektor nach mehr als 100 Jahren Produktion im Tausch gegen das Aktienpaket der Familie an der Th. Goldschmidt AG ver\u00e4u\u00dfert. Dadurch verf\u00fcgte die VIAG AG \u00fcber mehr als 90 Prozent des Grundkapitals. In der Folge wurde der Unternehmensname ge\u00e4ndert in Goldschmidt AG. Im Zuge der Neustrukturierung des Chemiebereichs der VIAG AG wurde die Goldschmidt AG im darauffolgenden Jahr in den SKW-Konzern mit Sitz in Trostberg integriert. Dieser verschmolz im Jahr 2001 mit der Degussa-H\u00fcls AG, Frankfurt, zur neuen Degussa AG, D\u00fcsseldorf.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1999<\/strong><\/td>\n<td>Die Degussa AG, Frankfurt, und die H\u00fcls AG in Marl fusionierten zur Degussa-H\u00fcls AG mit Sitz in Frankfurt am Main. F\u00fcr das neue Unternehmen arbeiteten nunmehr 46.000 Besch\u00e4ftigte. Kernbereiche des Konzerns waren zun\u00e4chst die Sparten Chemie, Edelmetall und Pharma. Die Aktien der neuen Degussa-H\u00fcls AG wurden erstmals am 12. Februar an der Frankfurter B\u00f6rse gehandelt. Neuer Gro\u00dfaktion\u00e4r nach der Fusion war die VEBA AG.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2000<\/strong><\/td>\n<td>Im Januar gr\u00fcndete die Degussa-H\u00fcls AG eine neue Tochtergesellschaft, in der sie ihre vormaligen Gesch\u00e4ftsbereiche Edelmetall, Autoabgaskatalysatoren sowie die Cerdec AG zusammenfasste. Diese neue Degussa Metals Catalysts Cerdec AG, kurz dmc2, hatte ihren Sitz in Hanau-Wolfgang. Im August \u00fcbernahm die Norddeutsche Affinerie, Hamburg, von der dmc2 das seit 1973 in Wolfgang ans\u00e4ssige Gold- und Silberscheidegesch\u00e4ft und verlagerte dessen Schwerpunkt nach Hamburg. Au\u00dferdem f\u00fchrte die Degussa-H\u00fcls AG ihre Dental-Aktivit\u00e4ten in der neuen Tochtergesellschaft Degussa Dental GmbH &amp; Co. KG zusammen.<\/p>\n<p>Die Goldschmidt AG gr\u00fcndete zusammen mit der Ratec GmbH ein Joint Venture mit dem Namen Gorapur, um ihre Aktivit\u00e4ten bei Trennmitteln f\u00fcr Formsch\u00e4ume zu verst\u00e4rken. Firmensitz ist Wittenburg in Mecklenburg, wo eine hochmoderne Produktionsanlage steht.<\/p>\n<p>Die Mehrheitseignerin der Degussa-H\u00fcls AG, die VEBA AG, D\u00fcsseldorf, fusionierte mit der VIAG AG, M\u00fcnchen, zum neuen Unternehmen E.On AG mit Sitz in D\u00fcsseldorf. Mit dieser Fusion wurden die Chemiegesellschaften beider Firmen &#8211; Degussa-H\u00fcls AG (VEBA) und SKW Trostberg AG (VIAG) &#8211; zu einem Unternehmen zusammengef\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Unternehmensgeschichte der Evonik Industries AG geht weiter:<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/weltmarktfuehrer\/evonik-industries-ag\/\">Von 1843 bis 1900<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/unterseite\/evonik-industries-ag-1\/\">Von 1900 bis 1930<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/unterseite\/evonik-industries-ag-2\/\">Von 1930 bis 1960<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/unterseite\/evonik-industries-ag-3\/\">Von 1960 bis 2000<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/unterseite\/evonik-industries-ag-4\/\">Von 2000 bis Heute<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Quellenangabe:<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\" width=\"15\"><strong>Unternehmen<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\" width=\"385\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Beschreibung<\/strong><\/td>\n<td>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Evonik_Industries<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Historie<\/strong><\/td>\n<td>http:\/\/geschichte.evonik.de\/sites\/geschichte\/de\/zeitleiste\/Pages\/default.aspx<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Logo im Artikelbild<br \/>\n<\/strong><\/td>\n<td>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Evonik_Industries<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historische Daten zur Evonik Industries AG &#8211; 1960 bis 2000 Jahr 1961 Die Degussa fasste ihre Chemieforschung in der Zweigniederlassung Hanau-Wolfgang zusammen. Sp\u00e4ter kamen auch die Anwendungstechnik Chemie und die Metallforschung in den heutigen Industriepark Wolfgang, der zum bedeutendsten Forschungszentrum des Konzerns wurde. Insgesamt gibt es die Evonik Industries AG heute mehr als 40 Forschungseinrichtungen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111],"tags":[96,109,110,31],"class_list":["post-586","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unterseite","tag-evonik-industries-ag","tag-history","tag-meilensteine","tag-weltmarktfuehrer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=586"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1388,"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/586\/revisions\/1388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}