{"id":5008,"date":"2016-04-12T21:42:55","date_gmt":"2016-04-12T19:42:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/?p=5008"},"modified":"2016-04-13T00:36:03","modified_gmt":"2016-04-12T22:36:03","slug":"matth-hohner-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/weltmarktfuehrer\/matth-hohner-gmbh\/","title":{"rendered":"Matth. Hohner GmbH"},"content":{"rendered":"<p>Die <b>Hohner Musikinstrumente GmbH<\/b> ist ein Musikinstrumentenhersteller in Trossingen.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#e6e6fa\">\n<td>\u00a0<strong>Weltmarktf\u00fchrer<\/strong><\/td>\n<td><strong>Rang 814<br \/>\n<\/strong><\/td>\n<td>Stand 2015<\/td>\n<td>Zur\u00fcck zur Liste: <a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/listen\/deutschlands-weltmarktfuehrer\/deutschlands-weltmarktfuehrer-rang-801-bis-900\/\">Weltmarktf\u00fchrer Rang 801 \u2013 900<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gegr\u00fcndet 1857 von Matthias Hohner (1833\u20131902), hatte das Unternehmen seine erfolgreichste Zeit in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Hohner ist besonders bekannt durch die Herstellung von Zungeninstrumenten wie Mundharmonikas, aber auch Akkordeons, Blockfl\u00f6ten, Gitarren und die von Hohner 1957 erfundenen Melodicas. Daneben stellte die Firma andere Musikinstrumente und zwischen 1968 und 1976 zeitweise auch Computer her. In den 1960er und 1970er Jahren fertigte Hohner auch Elektroorgeln, die beispielsweise John Paul Jones (Led Zeppelin) einsetzte.<\/p>\n<p>Die Fertigung von Mundharmonikas in Trossingen hat 1832 mit Christian Messner begonnen. 1857 begann auch der Uhrmacher Matthias Hohner in seinem Wohnhaus mit der Herstellung von Mundharmonikas. Bis 1860 wurden die Mundharmonikas in reiner Handarbeit gefertigt, ohne jegliche maschinelle Unterst\u00fctzung. Jedes Instrument wurde von Beginn bis zur Vollendung von einer Person alleine gefertigt. Der kontinuierliche Nachfrager\u00fcckgang in der Musikinstrumentenindustrie seit 1986 veranlasste Hohner zu einem konsequenten Nischen-Marketing, indem sich das mittelst\u00e4ndische Unternehmen auf sein Kerngesch\u00e4ft in Mundharmonikas und Akkordeons konzentrierte. Das erm\u00f6glichte Hohner die Rolle eines Global Players im jeweiligen Mikromarkt.<\/p>\n<h3>Historische Daten zur Matth. Hohner GmbH<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1856<\/strong><\/td>\n<td>wurden die ersten Schutzdeckel angebracht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1860<\/strong><\/td>\n<td>wurden etwa 50 Personen in den verschiedenen Produktionsst\u00e4tten besch\u00e4ftigt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1864<\/strong><\/td>\n<td>baute Hermann Bruckmann in Trossingen die ersten Maschinen f\u00fcr die Mundharmonika-Herstellung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1868<\/strong><\/td>\n<td>wurde die erste gro\u00dfe Lieferung in die Vereinigten Staaten verschickt. Bereits<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1879<\/strong><\/td>\n<td>wurde 60\u00a0% der Produktion nach Amerika verkauft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1880<\/strong><\/td>\n<td>wurde die Dampfmaschine in den Produktionsst\u00e4tten eingef\u00fchrt. In dieser Zeit wurde auch die Stimmzungenfr\u00e4smaschine in Klingenthal erfunden. Der Mechaniker Johannes Koch in Trossingen arbeitete an der Weiterentwicklung von Maschinen, die ab diesem Zeitpunkt in der Herstellung von Mundharmonikas Verwendung fanden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1887<\/strong><\/td>\n<td>wurden Filialbetriebe gegr\u00fcndet, die die Heimarbeiter in kleinen Filialen zusammenfasste. Bis zum Ersten Weltkrieg entstanden etwa 40 Filialen f\u00fcr die Produktion<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1900<\/strong><\/td>\n<td>besch\u00e4ftigte Hohner etwa 1000 Mitarbeiter<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1903<\/strong><\/td>\n<td>Nach dem Tod des Gr\u00fcnders Matthias Hohner begannen die Erben der Firma Hohner und Andreas Koch mit der Erzeugung von Handharmonikas<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1923<\/strong><\/td>\n<td>wurden weltweit 50 Millionen Mundharmonikas erzeugt, davon wurden 33 Millionen in Trossingen gefertigt. Die Akkordeonproduktion betrug zu dieser Zeit 30.000 St\u00fcck im Jahr, mit einer Modellvielfalt von 1200 verschiedenen Modellen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1928<\/strong><\/td>\n<td>\u00dcbernahme des Trossinger Unternehmens <em>W\u00fcrtt. Harmonikafabrik Ch. Weiss AG<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1929<\/strong><\/td>\n<td>\u00dcbernahme des Trossinger Unternehmens <em>And<sup>s<\/sup> Koch AG<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1939<\/strong><\/td>\n<td>arbeiteten mit 5000 Besch\u00e4ftigten die meisten Mitarbeiter bei Hohner, diese Zahl wurde nicht wieder erreicht. Konstrukteure wie Gola und Morino brachten die Instrumente zu einer besonderen Qualit\u00e4tsstufe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1949<\/strong><\/td>\n<td>begann bei Hohner die Produktion von Saxophonen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1951<\/strong><\/td>\n<td>wurde die Hohner-Stiftung gegr\u00fcndet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1954<\/strong><\/td>\n<td>J\u00fcngster Zweig war die Entwicklung elektronischer Musikinstrumente (Hohner Vox 4P)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1957<\/strong><\/td>\n<td>wurde die Melodica eingef\u00fchrt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1962<\/strong><\/td>\n<td>Markteinf\u00fchrung des Hohner Pianet, ein analoges elektro-mechanisches Tasteninstrument mit Tonerzeugung per Metall-Zungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1967<\/strong><\/td>\n<td>Ende der Produktion von Saxophonen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1968<\/strong><\/td>\n<td>Hohner steigt im Bereich mittlere Datentechnik in die Computerproduktion ein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Markteinf\u00fchrung des Hohner Clavinet L, ein analoges, elektro-mechanisches Tasteninstrument auf Basis von Saiten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1977<\/strong><\/td>\n<td>Hohner verkaufte zum Jahresbeginn den defizit\u00e4ren Bereich Datentechnik (Hohner GDC) an die Nixdorf Computer AG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1982<\/strong><\/td>\n<td>Bau neuer Fertigungsgeb\u00e4ude im Gewerbegebiet am Stadtrand von Trossingen. Im selben Jahr brachte Hohner mit der <em>Symphonie D 89<\/em> bis <em>98<\/em> eine erfolgreiche Heimorgelserie auf den Markt, die sp\u00e4ter durch transportable Modelle und die mit Midi ausgestattete <em>D200<\/em> erg\u00e4nzt wurde. Einige Modelle der Reihe wurden unter dem Namen <em>Omni<\/em> in den USA von Wurlitzer &#8211; ausgestattet mit der Aufschrift \u201eComputer System by Hohner\u201c &#8211; vertrieben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1986<\/strong><\/td>\n<td>Zusammenarbeit mit der Firma Casio. Die zweite Generation der Casio-Synthesizer wurden auch unter dem Namen Hohner verkauft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1987<\/strong><\/td>\n<td>Krisenjahr der Matth. Hohner AG. Weniger als 1000 Besch\u00e4ftigte. Infolge der Krise zieht sich die Familie Hohner allm\u00e4hlich aus dem Unternehmen zur\u00fcck. Ein deutscher Investor \u00fcbernimmt die F\u00fchrung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1988<\/strong><\/td>\n<td>Mit den Orgeln <em>E1<\/em>, <em>E2<\/em> und <em>E3 macro sampling<\/em> brachte Hohner die letzte Serie von Heimorgeln auf den Markt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1991<\/strong><\/td>\n<td>Eingliederung von Sonor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1995<\/strong><\/td>\n<td>verlie\u00df die Matth. Hohner AG endg\u00fcltig das alte Firmengel\u00e4nde in der Stadtmitte und bezog einen weiteren Neubau im Gewerbegebiet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1997<\/strong><\/td>\n<td>wurde die Aktienmehrheit der Matth. Hohner AG von einem gro\u00dfen taiwanesischen Musikinstrumentenhersteller, der KHS Group, \u00fcbernommen. Hohner ist seit dieser Zeit mehrheitlich in fern\u00f6stlichem Besitz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2004<\/strong><\/td>\n<td>Im Dezember wurde in Trossingen <em>Hohner &#8211; das Musical<\/em> von und mit Frank Golischewski uraufgef\u00fchrt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2007<\/strong><\/td>\n<td>feierte die Firma Hohner ihr 150-j\u00e4hriges Bestehen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2010<\/strong><\/td>\n<td>Am Standort Trossingen arbeiten noch ca. 200 Mitarbeiter in den Bereichen Produktentwicklung und -konstruktion, Vertrieb und in der Fertigung von Mundharmonikas und Akkordeons<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2014<\/strong><\/td>\n<td>beschloss eine au\u00dferordentlich einberufene Hauptversammlung der Hohner AG die vollst\u00e4ndige \u00dcbernahme des Unternehmens durch die KHS-Tochter HS Investment mittels eines Squeeze-out und damit auch das Ende der B\u00f6rsennotierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2016<\/strong><\/td>\n<td>Am 28. Januar wurde Hohner in eine GmbH umgewandelt<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Quellenangabe:<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\"><strong>Unternehmen<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Beschreibung<\/strong><\/td>\n<td>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hohner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Historie<\/strong><\/td>\n<td>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hohner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hohner Musikinstrumente GmbH ist ein Musikinstrumentenhersteller in Trossingen. \u00a0Weltmarktf\u00fchrer Rang 814 Stand 2015 Zur\u00fcck zur Liste: Weltmarktf\u00fchrer Rang 801 \u2013 900 &nbsp; Gegr\u00fcndet 1857 von Matthias Hohner (1833\u20131902), hatte das Unternehmen seine erfolgreichste Zeit in der ersten H\u00e4lfte des 20. 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