{"id":4090,"date":"2016-02-22T05:37:18","date_gmt":"2016-02-22T04:37:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/?p=4090"},"modified":"2016-02-24T01:17:39","modified_gmt":"2016-02-24T00:17:39","slug":"meyer-werft-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/weltmarktfuehrer\/meyer-werft-gmbh\/","title":{"rendered":"MEYER WERFT GmbH"},"content":{"rendered":"<p>Die <b>Meyer Werft GmbH &amp; Co. KG<\/b> ist ein deutsches Schiffbauunternehmen, das vor allem durch seine gro\u00dfe Werft in Papenburg (Landkreis Emsland) bekannt ist.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#e6e6fa\">\n<td>\u00a0<strong>Weltmarktf\u00fchrer<\/strong><\/td>\n<td><strong>Rang 186<\/strong><\/td>\n<td>Stand 2015<\/td>\n<td>Zur\u00fcck zur Liste: <a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/listen\/deutschlands-weltmarktfuehrer\/deutschlands-weltmarktfuehrer-rang-101-bis-200\/\">Weltmarktf\u00fchrer Rang 101 \u2013 200<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Papenburger Werft ist Ankerpunkt der Europ\u00e4ischen Route der Industriekultur (ERIH) und Teil der Route der Industriekultur im Nordwesten.<sup id=\"cite_ref-3\" class=\"reference\"><\/sup><\/p>\n<p>m Jahr 2014 hatte die Meyer-Werft ihre Baustrategie optimiert. Durch die l\u00e4nger gewordenen Schiffe reicht der Platz im gro\u00dfen Baudock nicht mehr aus um gen\u00fcgend Bl\u00f6cke montieren zu k\u00f6nnen, so dass es zu Staus in der Blockfertigung kommen w\u00fcrde. Auch ist das Baudock in Halle\u00a05 zu klein, um Schiffe dieser Gr\u00f6\u00dfe bauen zu k\u00f6nnen. Vor einem kompletten Rohbau der aktuell gebauten Schiffe, deren L\u00e4nge etwa 350\u00a0Meter betr\u00e4gt, verbleibt eine Restl\u00e4nge im Baudock von 120\u00a0Meter. Diese verbleibende Restl\u00e4nge wird seit der <i>Anthem of the Seas<\/i> zwei mal f\u00fcr die Fertigung eines sogenannten Schwimmteils mit einer L\u00e4nge von 120\u00a0Meter genutzt. Ist das erste Schwimmteil fertig, wird dieses ausgedockt und mit dem n\u00e4chsten Teil begonnen. Das zweite Schwimmteil wird dann direkt vor dem Ausdocken des fertigen Kreuzfahrtschiffes ausgedockt. Die Schwimmteile werden im Werfthafen weiter ausgebaut. Nachdem das fast fertig gestellte Kreuzfahrtschiff die Werfthalle verlassen hat, werden die Schwimmteile wieder eingedockt, zusammengef\u00fcgt und um die Bug- und Hecksektionen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Durch diese ver\u00e4nderte Strategie kann die Werft im Bereich der Blockfertigung Kapazit\u00e4tsspitzen und Unterbesch\u00e4ftigung vermeiden. Zudem wird das kleine Baudock auch in die Fertigung von Bl\u00f6cken genutzt um diese Halle wieder besser auszulasten und eine Unterbesch\u00e4ftigung zu vermeiden. Zumindest f\u00fcr einige Stunden lassen sich so ein komplettes Kreuzfahrtschiff und die beiden 120\u00a0Meter langen Schwimmteile des n\u00e4chsten Schiffes im Papenburger Werfthafen bestaunen.<\/p>\n<p>Die Lage der Meyer Werft sorgt jedoch auch f\u00fcr Diskussionen um die Wasserstra\u00dfe Ems. Der Bau von Kreuzfahrtschiffen ver\u00e4nderte die Anforderungen an die Ems, so dass sie mehrmals vertieft werden musste. In enger Absprache mit der nieders\u00e4chsischen Landesregierung wurde sie im Jahr 1990 auf 7,30 Meter vertieft. Die Vertiefung erm\u00f6glicht den Bau weiterer Kreuzfahrtschiffe, was wiederum die Besch\u00e4ftigung auf der Meyer Werft sichert. Bei allen Vertiefungsma\u00dfnahmen wurden Planfeststellungsverfahren durchgef\u00fchrt, um die Auswirkungen zu untersuchen und Ausgleichsma\u00dfnahmen festzulegen. Wichtiger Baustein sind dabei Renaturierungsma\u00dfnahmen an anderer Stelle, beispielsweise der Deichvorlandfl\u00e4chen.<\/p>\n<h3>Historische Daten zur MEYER WERFT GmbH<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1795<\/strong><\/td>\n<td>Meyer Werft \u2013\u00a0offiziell als \u201eMeyer Werft GmbH &amp; Co. KG\u201c firmierend\u00a0wurde am 1795 als Holzschiffswerft gegr\u00fcndet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1872<\/strong><\/td>\n<td>auf Initiative von Joseph L. Meyer mit dem Bau von Stahlrumpfschiffen mit Dampfmaschinen-Antrieb begonnen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1961<\/strong><\/td>\n<td>wurden hier auch rund 55 Gastanker hergestellt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Der erste war der Gastanker <em>Kirsten Tholstrup<\/em> mit 900\u00a0m\u00b3.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Der gr\u00f6\u00dfte auf der Meyer-Werft gebaute Tanker war die <em>Donau<\/em> mit 30.000 Kubikmetern Tankvolumen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1985<\/strong><\/td>\n<td>lief das erste Kreuzfahrtschiff der Werft vom Stapel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1997<\/strong><\/td>\n<td>\u00fcbernahm die Werft die im Jahr 1850 als \u201eMaschinenbauanstalt und Schiffswerft\u201c gegr\u00fcndete Neptun-Werft in Rostock<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2000<\/strong><\/td>\n<td>wurde mit dem Bau einer zweiten \u00fcberdachten Baudockhalle (384\u00a0Meter L\u00e4nge, 125\u00a0Meter Breite und 75\u00a0Meter H\u00f6he) begonnen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2007<\/strong><\/td>\n<td>etwa 3100 Besch\u00e4ftigte. Das Durchschnittsalter der Besch\u00e4ftigten lag bei 38 Jahren, die eine durchschnittliche Betriebszugeh\u00f6rigkeit von 13 Jahren hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2008<\/strong><\/td>\n<td>hundert neue Auszubildende<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2010<\/strong><\/td>\n<td>wurden sieben Clubschiffe der Sphinx-Klasse f\u00fcr AIDA Cruises gebaut. Im September 2008 wurde das Schiff <em>Celebrity Solstice<\/em>, das erste von f\u00fcnf neuen Schiffen f\u00fcr Celebrity Cruises, ausgeliefert. Mit der <em>Solstice<\/em>-Baureihe (122.000 BRZ) hat die Meyer-Werft erstmals die 100.000-BRZ-Marke \u00fcberschritten. Ein weiterer Auftrag vom April 2007 umfasst zwei Schiffe f\u00fcr die Disney Cruise Line, wobei auch das erste Schiff dieses Auftrags mit 124.000\u00a0BRZ wieder den Titel \u201egr\u00f6\u00dftes bisher in Deutschland gebautes Kreuzfahrtschiff\u201c tr\u00e4gt. Im Oktober 2010 gab die Werft den Vertragsschluss f\u00fcr zwei neue Schiffe der Norwegian Cruise Line bekannt. Mit ~146.000\u00a0BRZ galten die Schiffe erneut als gr\u00f6\u00dfte je in Deutschland gebaute Passagierschiffe.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2011<\/strong><\/td>\n<td>wurde ein Vertrag mit Royal Caribbean Cruises f\u00fcr ein weiteres Kreuzfahrtschiff mit Ablieferung im Herbst 2014 und eine Option auf ein Weiteres im Fr\u00fchling 2015 unterzeichnet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>feierte die Werft das 25-j\u00e4hrige Bestehen des eigenen Kreuzfahrtschiffbaus<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2012<\/strong><\/td>\n<td>t\u00e4tigte Norwegian Cruise Line eine weitere Bestellung einer erweiterten Breakaway-Plus-Klasse mit Auslieferung im Herbst 2015<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2013<\/strong><\/td>\n<td>konnte ein Auftrag mit Star Cruises f\u00fcr ein neues 150.000 BRZ gro\u00dfes Kreuzfahrtschiff f\u00fcr den asiatischen Markt geschlossen werden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2014<\/strong><\/td>\n<td>best\u00e4tigte die Werft die \u00dcbernahme eines 70-%-Anteils an dem finnischen Spezialisten f\u00fcr Kreuzfahrtschiffe STX Finland in Turku<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2015<\/strong><\/td>\n<td>unterschrieben die Nieders\u00e4chsische Landesregierung, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Betriebsrat der Meyer Werft sowie die <em>IG Metall K\u00fcste<\/em> einen Standortsicherungsvertrag, der die derzeit 3100\u00a0Arbeitspl\u00e4tze in Papenburg langfristig bis Ende 2030 sichern soll<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>unterzeichnete Carnival Corporation &amp; plc eine Absichtserkl\u00e4rung f\u00fcr den Bau von vier neuen Schiffen, die zwischen 2019 und 2022 auf den Werften in Turku und Papenburg gebaut werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>gab die Meyer Werft bekannt, dass sie ihren 70-%-Anteil an der finnische Werft Meyer Turku Oy in Turku auf 100\u00a0% aufstockt<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Quellenangabe:<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\"><strong>Unternehmen<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Beschreibung<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meyer_Werft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Historie<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meyer_Werft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Meyer Werft GmbH &amp; Co. 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