{"id":2576,"date":"2016-01-28T16:55:46","date_gmt":"2016-01-28T15:55:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/?p=2576"},"modified":"2016-02-19T21:09:05","modified_gmt":"2016-02-19T20:09:05","slug":"germanischer-lloyd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/weltmarktfuehrer\/germanischer-lloyd\/","title":{"rendered":"Germanischer Lloyd"},"content":{"rendered":"<p>Der <b>Germanische Lloyd SE<\/b> (als Teil der GL-Group) war als international t\u00e4tige Klassifikationsgesellschaft ein technisches Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#e6e6fa\">\n<td><strong>Weltmarktf\u00fchrer<\/strong><\/td>\n<td><strong>Rang 343<\/strong><\/td>\n<td>Stand 2015<\/td>\n<td>Zur\u00fcck zur Liste: <a href=\"http:\/\/www.die-erfolgs-strategie.de\/aktien\/listen\/deutschlands-weltmarktfuehrer\/deutschlands-weltmarktfuehrer-rang-301-bis-400\/\">Weltmarktf\u00fchrer Rang 301 \u2013 400<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Konzern hatte die Rechtsform einer Societas Europaea (SE) und setzte mit rund 6900\u00a0Besch\u00e4ftigten an \u00fcber 200 Standorten in \u00fcber 80\u00a0L\u00e4ndern zuletzt rund 740\u00a0Millionen Euro um (Stand 31.\u00a0Dezember 2010).<\/p>\n<p>Wettbewerber sind unter anderem Bureau Veritas (Frankreich), American Bureau of Shipping (USA), Lloyd\u2019s Register of Shipping (Gro\u00dfbritannien) und Soci\u00e9t\u00e9 G\u00e9n\u00e9rale de Surveillance (Schweiz).<\/p>\n<p>Das 1867 gegr\u00fcndete Unternehmen blickt auf eine lange Tradition als Schiffsklassifikationsgesellschaft zur\u00fcck, hat aber in den vergangenen Jahren insbesondere durch Zuk\u00e4ufe sein Industriegesch\u00e4ft stark ausgebaut. So wurden unter anderem die britischen Beratungsunternehmen <i>Advantica<\/i> (2007), <i>Noble Denton<\/i> (2009) und <i>Garrad Hassan<\/i> (2009) \u00fcbernommen und in die GL-Group integriert.<\/p>\n<p>Zum 12. September 2013 schlossen sich die beiden bisherigen Konkurrenten <i>Det Norske Veritas<\/i> (DNV) und <i>Germanischer Lloyd<\/i> (GL) zusammen und gingen in der neuen DNV\u00a0GL\u00a0Group auf. An 300 Standorten werden rund 17.000\u00a0Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, der Jahresumsatz betr\u00e4gt etwa 2,5\u00a0Milliarden Euro.<\/p>\n<h3>Historische Daten zur Germanischer Lloyd<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1862<\/strong><\/td>\n<td>wurde in Hamburg auf Initiative verschiedener Reeder ein Komitee gebildet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1867<\/strong><\/td>\n<td>erfolgte eine \u00f6ffentliche Ank\u00fcndigung der Gr\u00fcnderversammlung des Germanischen Lloyd<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Gegr\u00fcndet wurde der Germanische Lloyd am 16.\u00a0M\u00e4rz 1867 in Hamburg als deutsche Klassifikationsgesellschaft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1868<\/strong><\/td>\n<td>Franz Paetow wurde er vom Verwaltungsrat zum Direktor der neuen Gesellschaft berufen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>wurde das erste Schiffsregister des Germanischen Lloyd ver\u00f6ffentlicht, das 273 Schiffe umfasste. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter kam das zweite Register mit 735 Schiffen heraus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1870<\/strong><\/td>\n<td>Aufgrund des schnellen Wachstums war der Germanische Lloyd schon zwei Jahre nach der Gr\u00fcndung in dreizehn deutschen St\u00e4dten und in \u00fcber sechzig wichtigen ausl\u00e4ndischen H\u00e4fen vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1872<\/strong><\/td>\n<td>als der Hauptsitz nach Berlin verlegt wurde, umfasste das Register schon 1870 Schiffe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1878<\/strong><\/td>\n<td>waren es 2353<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1889<\/strong><\/td>\n<td>wurde die Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1890<\/strong><\/td>\n<td>erstmals die kaiserlichen Konsulate in den ausl\u00e4ndischen H\u00e4fen an, die T\u00e4tigkeit des Germanischen Lloyd zu unterst\u00fctzen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1891<\/strong><\/td>\n<td>nahm man die Bestimmungen f\u00fcr die Klassifikation und die Besichtigungen von Schiffen und deren Antriebsanlagen auf<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1894<\/strong><\/td>\n<td>ein Vertrag zwischen der See-BG und dem Germanischen Lloyd abgeschlossen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1914<\/strong><\/td>\n<td>war bereits 10 Prozent der Welthandelsflotte bei ihm klassifiziert<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Dann kam jedoch der Erste Weltkrieg, der dem Germanischen Lloyd gro\u00dfe Verluste in der Schiffsklassifikation einbrachte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Viele ausl\u00e4ndische Schiffe wechselten die Klasse, da die Hauptverwaltung von der internationalen Schifffahrt abgeschottet war.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1920<\/strong><\/td>\n<td>das erste Register nach dem Ersten Weltkrieg herausgebracht werden. Mittlerweile konnten die internationalen Beziehungen aufgefrischt bzw. erneuert werden, was unter anderem dadurch zum Ausdruck kam, dass die See-BG und der Germanische Lloyd an den Vorbereitungen f\u00fcr die internationale Freibord-Konferenz mitwirkten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Der Zweite Weltkrieg versetzte dem Germanischen Lloyd einen noch h\u00e4rteren Schlag als der erste. Viele Verwaltungsgeb\u00e4ude und B\u00fcros wurden zerst\u00f6rt, so dass der Lloyd seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1950<\/strong><\/td>\n<td>er Jahre. Nun besch\u00e4ftigte er sich, wie eingangs erw\u00e4hnt, haupts\u00e4chlich mit der \u00dcberwachung von Neubauten. Es war ihm m\u00f6glich, eine gute Basis f\u00fcr die kommende Vergr\u00f6\u00dferung der AG zu schaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1960<\/strong><\/td>\n<td>er Jahre. Es folgte eine Ausweitung der Aktivit\u00e4ten, wie zum Beispiel meerestechnische Bauwerke und Offshore-Ger\u00e4te, aber auch Anlagenbau.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Au\u00dferdem wurden weitere gro\u00dfe technische Fortschritte in der nun internationalen Organisation erreicht.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1970<\/strong><\/td>\n<td>Im Zuge der internationalen Wiedereingliederung stieg der Anteil der ausl\u00e4ndischen Flagge Ende der 1970er Jahre auf \u00fcber 50\u00a0Prozent. Aufgrund des Fortschritts in der Schiffstechnik war es n\u00f6tig, wissenschaftliche Berechnungsmethoden zu entwickeln, was der Germanische Lloyd in seinem Haus konsequent durchf\u00fchrte. Forschungsarbeiten wurden auch auf maschinentechnischem Gebiet ausgef\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1977<\/strong><\/td>\n<td>erfolgte ein weiterer Ausbau des T\u00e4tigkeitsbereiches mit dem Gebiet Wasserbau (zum Beispiel der Bau von Schleusen) und durch den Einstieg in die Windenergie.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1980<\/strong><\/td>\n<td>er Jahre. Durch die Schiffbaukrise in den 1980er Jahren wurde der Germanische Lloyd hart getroffen, so dass 1987 ein R\u00fcckgang von 50 Prozent gegen\u00fcber 1985 zu verzeichnen war. Jedoch setzte die Erholung rasch wieder ein, was der breiten Diversifikation zu verdanken war.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1999<\/strong><\/td>\n<td>einen Einbruch in der Statistik des Wachstums, was vor allem auf die Asienkrise, der Krise in Russland sowie der Schw\u00e4che im Wirtschaftswachstum in Europa zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2004<\/strong><\/td>\n<td>in der Rezession, was einige Verschiebungen und Stornierungen von Neubauten zur Folge hatte. Trotzdem ist der Germanische Lloyd heute nach Anzahl der klassifizierten Schiffe die viertgr\u00f6\u00dfte Klassifikationsgesellschaft der Welt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>28\u00a0Prozent der Weltcontainerschiffstonnage f\u00e4hrt mit der Klasse des Germanischen Lloyd, und er hatte die Aufsicht \u00fcber mehr als 50 Prozent der Containerschiffsneubauten in den vergangenen drei Jahren.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2005<\/strong><\/td>\n<td>betrug die Anzahl der Neubauten und der fahrenden Flotte 5800 Schiffe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2006<\/strong><\/td>\n<td>Auch die Mitarbeiterzahlen sind stetig gestiegen, was ebenso eine Konsequenz des Erfolgs dieser Klassifikationsgesellschaft ist. Insgesamt waren \u00fcber 3200\u00a0Mitarbeiter in 191 Stationen in 78 L\u00e4ndern auf der ganzen Welt t\u00e4tig. Unter ihnen waren mehr als 1700\u00a0Ingenieure unterschiedlichster Disziplinen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td>Neuer Sitz des Germanischen Lloyd, Hauptgeb\u00e4ude am Brooktorkai\u00a018 in der Hamburger HafenCity<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2010<\/strong><\/td>\n<td>befindet sich der Germanische Lloyd im neuen GL-Hauptgeb\u00e4ude in der Hafencity<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2012<\/strong><\/td>\n<td>wurde bekannt gegeben, dass der Germanische Lloyd eine Fusion mit Det Norske Veritas (DNV), einem seiner Konkurrenten auf dem Gebiet der Schiffsklassifikation, anstrebt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2013<\/strong><\/td>\n<td>wurde die Fusion des Germanischen Lloyd mit Det Norske Veritas wirksam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Quellenangabe:<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#ffd6a0\">\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000; border-right: 1px solid #000;\"><strong>Unternehmen<\/strong><\/td>\n<td style=\"border-bottom: 2px solid #000;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Beschreibung<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Germanischer_Lloyd<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Historie<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Germanischer_Lloyd<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Germanische Lloyd SE (als Teil der GL-Group) war als international t\u00e4tige Klassifikationsgesellschaft ein technisches Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg. 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