Emotionen beim Traden

Gleich vorab: Emotionen und Traden passen nicht zusammen. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel erklären warum Emotionen und Traden nicht zusammen pasen und welche Fallen sich hinter einem Bauchgefühl verbergen können. Traden bedarf einer emotionsfreien Strategie mit glasklaren Linien die das Handeln bestimmen. Nur dann wird auf Dauer auch erfolgreich ein Vermögen aufbauen.

Emotionen und Traden passen nicht zusammen.

Betrachten wir uns dazu mal einige Beispiele was passieren wird, wenn wir emotional ans Traden rangehen. Sie werden sicher sagen: Dass doch sehr viele emotional Handeln an der Börse. Man hört doch ständig, dass die Anleger euphorisch sind oder auch, dass Panikverkäufe eingesetzt haben. Das ist vollkommen richtig. Stimmt. ABER. Genau diese Trader verlieren in den Situationen unmengen von Geld. Das sind die 95% die immer und immer wieder Ihr Konto platt machen und wenn sie Glück haben am Ende eine schwarze Null haben.

Seien wir ehrlich. Auch beim Traden wird kein frisches Geld gedruckt. Das Geld der Verdiener oder auch gern Gewinner genannt kommt zum Teil aus den Verdiensten der Wirtschaft und zum ganz großen Teil von den vielen Verlierern. Wobei das jetzt sicher ein bisschen falsch eingeordnet wird wenn wir von Verlieren sprechen. Es handelt sich hier um einen ganz normalen Handel. Einen Handel mit Wertpapieren. Wie bei jedem anderen Handel auch zahlt der letzte oder auch Verbraucher in der Reihe immer die Verdienste aller davor mit. Schauen wir uns einen Apfel an. Der Bauer pflanzt den Apfelbaum und erntet die Äpfel. Der Großhändler nimmt Ihm diese ab und der Bauer verdient etwas daran. Der Großhändler gibt diese wieder weiter an den Einzelhandel und verdient auch wieder etwas daran. Jetzt kommt der Kunde in den Laden und kauft den Apfel so verdient auch der Einzelhändler wieder etwas und der Kunde der den Apfel verzehrt zahlt am Ende der Reihe die Verdienste aller vorheringen Händler. Vom Bauern bis zum Einzelhändler. Ähnlich ist es bei den Aktien auch. Wenn wir eine Aktie verkaufen, bedeutet das ja nicht, dass der Kurs danach fällt. Er kann ja auch weiter steigen. So haben wir etwas Gewinn gemacht und der der diese von uns gekauft hat, hat auch weider etwas Gewinn gemacht.

Jetzt aber zurück zum Thema, warum Emotionen und Traden nicht zusammen passen. Wenn man schon in der Presse von Panikverkäufen oder einem Boom spricht, dann sind dies doch reichlich Emotionen. Ja das ist richtig. Doch diese Bewegungen entstehen durch die große Zahl von ja sagen wir mal von nicht wissenden Tradern. In den vergangenen Jahren wurde das Traden jedermann zugänglich gemacht und sehr viele Trader von zuhause aus sind in die Börsen eingestiegen. Die meisten davon handeln rein emotional und auf gut deutsch verbrennen Ihr Geld. Die Märkte folgen nach wie vor Regeln. Nur die Volatilität hat zugenommen. Die Kursveränderungen fallen höher aus. Jetzt kommt es sehr häufig vor, dass wir von irgendwoher eine Meldung bekommen und der Kurs reagiert. Der Trader der seine Emotionen walten läßt, reagiert ebenso und schließt oder öffnet einen Trade. Doch die kurzen Kursänderungen halten nicht sehr lange und laufen entsprechend schnell wieder zurück. Dies bedeutet in der Regel Verlust. Davon sollten wir die Finger lassen.

Welche Strategie ist für uns die richtige?

Dies ist definitiv die erste und wichtigste Frage die sich jeder Einsteiger als allererstes stellen sollte und er sollte erst anfangen zu Traden wenn er sich diese Frage eindeutig beantworten kann. Es gibt sehr viele verschiedene Strategien. Diese kann man aber in zwei Kategorien runterbrechen. Es gibt langfristige und kurzfristige Strategien. Je kurzfristiger also Richtung Daytrader gehend, je arbeitsintensiver wird das Traden, aber auch das Chancen/Risiko Verhältnis verändert sich gleichermaßen mit.

Diese Frage sollte sich jeder erst mal selbst beantworten. Ist man bereit viel Zeit, Arbeit und auch Nerven zu investieren oder möchte man doch lieber in etwas ruhigeren Fahrwasser von der Börse profitieren. Ich ganz persönlich bevorzuge den etwas ruhigeren Weg und habe für mich dabei festgestellt, dass das Gewinnpotenzial für mich hier deutlich höher liegt.

Falls Sie noch gar keine Erfahrung mit dem Traden haben möchte ich Ihnen wirklich ans Herz legen sich einfach mal auf einer Plattform die ein Übungskonto anbietet zu registrieren und es einfach mal ein bisschen zu testen. Mal ein paar Trades zu setzen und sich erst mal mit dem Programm anzufreunden. Sehr wichtig ist im Trading die Übung. Dazuhin ein Trading Tagebuch zu führen, indem sie sich kurz notieren warum, mit welcher Entscheidung sie einen Trade gestzt haben und was sie dabei gefühlt haben. Erst wenn Sie sich dort wirklich kennen gelernt haben, können Sie Ihre Emotionen auch richtig einschätzen und entsprechend handeln. Erst danach setzt man sich auch mit der für einen richtige Strategie auseinander. Dann kann man beurteilen welche Strategie zu einem passt und welche nicht. Haben Sie diese Hausaufgaben gemacht, besteht eine große Chance dass aus Ihnen ein guter Trader wird.

Leider wird dies sehr oft vernachlässigt und die allermeisten Einsteiger verlieren erst mal sehr viel Geld. Was dann natürlich dazu führt, dass man aufgibt und sich den Gerüchten die ums Traden kursieren anschliesst und die ganze Sache verteufelt. Ich möchte Ihnen wirklich ans herz legen geben Sie sich die Zeit das Traden von der Picke auf zu lernen und arbeiten sie erst mal mit Spielgeld bevor Sie mit Ihrem Geld anfangen zu arbeiten.

Die ersten Schritte für Einsteiger.

Ich empfehle jedem, sich eine Plattform zu suchen. Dort zu registrieren und die Kurse erst mal eine Weile zu beobachten. Ich meine jetzt nicht den Chart zu öffnen und davor zu sitzen sondern viel mehr schauen Sie am Tag ein oder zwei mal nach dem Kurs und verfolgen Sie unbedingt die Börsennews im Fernsehen. Beginnen Sie im Kopf sich das Börsengeschehen einzuverlaiben. Wenn dies oder das passiert gehen die Kurse hoch oder auch runter. Wenn Sie dies eine Weile gemacht haben werden Sie feststellen, dass Sie ganz automatisch beginnen vorauszudenken. Sie werden versuchen zu erahnen wie die Kurse sich entwickeln. Wenn Sie an diesem Punkt angekommen sind, dass Sie die Kurse vorahnen, dann ist es der richtige Moment mit den Test Trades zu beginnen und bitte nur mit Spielgeld. Auch bei diesem Schritt werden Sie irgendwann feststellen, dass Sie immer sicherer werden. Wenn Sie innerlich gefestigt sind, dann können Sie anfangen die Ergebnisse mit dem Spielgeld zu beobachten. Liegen die Ergebnisse gut, erst dann ist es der richtige Zeitpunkt mit echtem Geld mal die ersten Gehversuche zu starten.

Sie werden ganz schnell feststellen, dass dies emotional eine ganz andere Hausnummer ist und Sie viel öfter nach der Kursentwicklung schauen. Sie werden viel nervöser sein, denn jetzt geht es ums Geld. Also bitte ganz vorsichtig beginnen und lassen Sie sich emotional die Zeit sich zum Trader zu entwickeln. Setzen Sie ganz kleine Beträge und steigern Sie diese nur sehr langsam. Immer erst dann wenn Sie sich emotional auch weiter entwickelt haben. Erst wenn Sie gelernt haben rational zu entscheiden und nicht mehr aus dem Bauch heraus, dann sind Sie einen ganz großen Schritt weiter in Richtung Trader.

Das Lernen wird nie aufhören. Auch wenn Sie das Traden irgendwann mal zu Ihrem Hauptberuf gemacht haben sollten. Auch dann muss man sich immer weiter entwickeln und ständig an sich arbeiten.

Von welchen Emotionen beim Traden ist hier die Rede?

Vorrausgesetzt Sie haben die ersten Schritte bereits hinter sich und sind an der Börse aktiv. Ich spreche von den Emotionen die unser Leben direkt oder indirekt beeinflussen. Lassen Sie es mich anhand zweier Beispiele erklären.

Beispiel Nummer 1

Emotionen die uns großen Schaden zufügen können.

Wir traden jetzt schon eine ganze Weile und fühlen uns auf dem Börsenparkett relativ sicher. Wir sind auch schon was unsere eigene Strategie betrifft ein ganzes Stück weiter gekommen. Dann kommt für jeden Trader irgendwann ein Tag an dem es besonders gut läuft. Z.B. wir handeln den DAX und sind hier auf steigende (Long) eingestiegen. Der DAX läuft sehr gut. Jetzt passiert es sehr schnell, dass wir eine Position mit einem schönen Gewinn schliessen und einen dicken Betrag mehr auf unserem Konto haben. Das sorgt natürlich für Euphorie und wir freuen uns über den Gewinn. Diese Euphorie verleitet jeden Trader gleich eine weitere Position auf Long im DAX zu eröffnen und weil es ja gerade so gut läuft stellen wir jetzt sehr viel mehr Geld in den Trade. Genau in diesem Augenblick dreht aber der Kurs und der große von uns gesetzte Trade läuft nun rasend schnell ins Minus. Gerade weil er so groß ist ist jetzt das Minus deutlich höher als der vorher mitgenommene Gewinn. Sind wir hier zu weit gegangen müssen wir eventuell sogar noch die Notbremse ziehen damit wir unser Konto nicht komplett auf Null fahren. Glauben Sie mir, das wird sie Ihr ganzes Trader Leben lang begleiten und jeder Trader neigt dazu. Hier ist definitiv sehr viel Disziplin gefordert.

Meine Lösung hierfür:

Erstellen Sie sich eine Liste mit Maximalgrößen für Ihre Trades im Zusammenhang zu Ihrem Trading Konto. Beispiel: Sie beginnen mit einem Trading Konto mit 10.000€ Kapital. Dafür haben Sie sich eine Tradegröße von 100€ festgelegt, weil Sie damit eine gute Quote ereicht haben. Jetzt steigt Ihr Konto auf 20.000€ an dann dürfen die Trades die 200€ pro Trade nicht überschreiten. So bleibt das Verhältnis gleich und einem weitere guten Ergebnis steht nichts im Weg. Hüten Sie sich davor jetzt Trades mit 500€ machen zu wollen, ganz egal wie gut es gerade läuft und wie euphorisch und sicher Sie sich gerade fühlen. Diese Disziplin müssen Sie sich aneignen um einen Totalverlust zu vermeiden.

Glauben Sie mir sogar sehr erfahrene Trader rutschen immer wieder in diese Falle.

Beispiel Nummer 2

Emotionen die uns großen Schaden zufügen können.

Auch in diesem Beispiel traden wir jetzt schon eine ganze Weile und sind uns recht sicher beim Traden. Unser Konto läuft gut und stabil und wir haben schöne Zuwächse zu verzeichnen. Alles ist im grünen Bereich und wir sind guter Dinge. Jetzt bekommen wir sehr gute Nachrichten von irgendwoher ausserhalb des Börsengeschehens. So was wie Ihre Freundin hat Ihren Antrag mit ja beantwortet und dadurch sind sie richtig glücklich und fühlen sich unbesiegbar.

Dies verleitet uns umso mehr die Gewinne steigern zu wollen wir gehen das Risiko ein und setzten große Trades. Wir sind ja unbesiegbar. Was soll da jetzt schon schief gehen? Was in solchen Momenten passiert ist folgendes: Unser Fokus ist nicht mehr auf das Börsengeschehen gerichtet sondern auf die bevorstehende Hochzeit und die dazugehörige Hochzeitsnacht… Diese Emotion übertragen wir fast unbewußt auch auf das Börsengeschehen und jetzt kann der DAX doch nur steigen, also riesen Position auf Long. Dumm nur, dass die Börse das überhaupt nicht interessiert. Die Kurse werden durch unzählige Trader und den dazugehörigen Nachrichten gestaltet. Also was uns betrifft von ausserhalb. Sowas kann uns das Konto komplett zerstören. Nur am Rande jetzt, wenn Sie z.B. Hochleistungssportler sind, dann können solch positive Erlebnisse sie zu weiteren Höchstleistungen anspornen und sie wachsen förmlich über sich selbst hinaus. Da ist das sehr gut. Weil Ihr Fokus auf Ihnen liegt, da gehört er als Sportler auch hin und jetzt wird er durch die positiven nachrichten noch deutlich verstärkt. So wirkt dies nun zusammen und mehr Leistung wird abgerufen. Beim Traden bewirkt es genau das Gegenteil. Der Fokus entfernt sich vom Börsengeschehen und wir entscheiden nicht mehr Börsengerecht. Das kann zu fatalen Verlusten führen. Auch diese Emotionen dürfen unser Handeln nicht beeinflussen.

Meine Lösung hierfür:

Fühlen wir uns gerade nicht im Stande unseren Fokus auf dem Börsengeschehen zu halten weil uns unser Umfeld zu sehr ablenkt. Dann Finger weg vom Trading Konto und erst wieder mit dem Handel beginnen wenn wir uns voll und ganz darauf konzentrieren können. Auch jetzt gilt es die Positionsgröße ganz diszipliniert zu verwalten und umzusetzen.

Jörg Kunkel

- Ich beschäftige mich seit vielen Jahren nun mit dem Thema Börse. Es gibt viele Kurstreiber. Manche sind kurzfristig und andere wieder langfristig. Um wirklich Erfolg an der Börse zu haben muss man sich damit auseinandersetzen, um langfristig mit Erfolg zu arbeiten.

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