Selbstbewusst – Aber Hallo!
Sie stehen in der langen Schlange an der Kasse im Supermarkt und haben es sehr eilig, Ihre Mittagspause ist heute knapp bemessen, denn die Kollegin ist mal wieder krank…Da drängelt sich doch ein junger Mann mit einigen Artikeln auf dem Arm durch.
Als er sich an Ihnen vorbei mogelt, weil er davon ausgeht, dass Sie ihn natürlich
auch vor lassen, wie die anderen in der Schlange, werden sie wütend.
Sie schlucken den Kommentar, der Ihnen schon auf der Zunge lag, aber hinunter
und lassen diesen jungen forschen Mann gewähren.
Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor?
Es entsteht dann häufig der Gedanke: „Oha, ist der aber selbstbewusst. Das würde ich mich aber so nicht trauen!“
Nehmen wir mal an, Sie sitzen beim Starcoiffeur Ihrer Stadt und schauen in den Spiegel.
Dann erbleichen Sie vor Schreck, denn die junge Friseurin hat Ihnen eine Haarfarbe verpasst, mit welcher Sie ausschauen wie Ihre eigene Großmutter. Entsetzlich!
Doch Sie gehen zur Kasse, zücken die Brieftasche, zahlen ohne sich zu beschweren eine Menge Geld und verlassen höchst unzufrieden sowie verärgert den stylischen Laden.
Hm, solche Situationen kennen wir sicher alle in ähnlicher Form!
Selbstbewusst zu sein und zu werden wird uns allen nicht in die Wiege gelegt. Selbstbewusstsein können wir weder kaufen noch bekommen wir es geschenkt.
Aber es gibt eine gute Nachricht_wir können etwas dafür tun!
Sie könnten der jungen Friseurin auf eine freundliche, klare und bestimmte Weise sagen: „Diese Haarfarbe gefällt mir nicht. Sie entspricht nicht meinen Vorstellungen und passt nicht zu meinem Typ. Es tut mir leid, Sie haben sich sicher bemüht, doch da müssen wir uns etwas einfallen lassen.
Haben Sie eine Idee?“
Keine Sorge, Sie werden mit solch einer Forderung nicht gleich als Querulant abgestempelt, der an allem etwas auszusetzen hat. Und selbst wenn_das wäre doch nicht so schlimm!
Wir können es nicht immer allen und jedem recht machen!
Lernen Sie auf Ihre Bedürfnisse zu achten.
Vielleicht kennen Sie auch folgende Situation:
Sie haben sich bemüht, den Auftrag vom Chef zu seiner größten Zufriedenheit zu erledigen. Haben recherchiert und alle verfügbaren Informationen sehr sorgfältig zusammengetragen. Sie haben sogar Überstunden eingeschoben, um das Projekt optimal vorzubereiten. Doch was ernten Sie bei der Präsentation von Ihrem Vorgesetzten?
Ein kurzes müdes Kopfnicken. Das ist sehr enttäuschend und demotivierend.
Da hat man sich solche Mühe gegeben und gehofft, ein großes Lob zu erhalten!
Seien Sie nun nicht frustriert und reagieren Sie keinesfalls beleidigt.
Beschweren können Sie sich später zu Hause bei Ihrem Liebsten…
Denken Sie daran_Sie können aus diesen Situationen lernen!
Treten Sie Ihrem Chef mit Selbstbewusstsein gegenüber.
Fragen Sie ihn nach seiner Meinung. Erklären Sie ihm, dass Sie Interesse an Verbesserungsvorschlägen haben. Lassen Sie sich von seiner zunächst fehlenden Begeisterung nicht frustrieren, sondern sprechen Sie auch ruhig an, dass Sie sein Schweigen nicht interpretieren können.
Üben Sie sich in Alltagssituationen!
Sagen Sie „Nein“, wenn Sie etwas nicht wollen.
Lernen Sie sich selbst besser kennen dabei.
Sie können hierbei lernen, an Ihrer Ausdrucksweise und an Ihrem Auftreten zu arbeiten. Bleiben Sie stets sachlich und klar in Ihren Argumenten.
Achten Sie dabei auf Ihre Körpersprache und seien Sie zugewandt und aufmerksam. Lassen Sie Ihre Stimme nicht in einen jammernden oder auch aggressiven Ton fallen. Äußern Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche dennoch in deutlichem Ton.
Das funktioniert meist nicht nicht auf Anhieb – Doch üben Sie!
Trainieren Sie in kleinen Alltagssituationen Ihr Selbstbewusstsein.
Beim Einkauf, beim nächsten Friseur- oder Kosmetikbesuch und auch in Ihrem Berufsleben.
Sie können es nicht allen und jedem recht machen!
Und wissen Sie was_“Nein“ sagen kann auch mal richtig viel Spaß machen!
Viel Freude und Erfolg dabei!








